Kanada – USA Roadtrip 2015

By | 14. Mai 2015

Hier ist er also, mein erster Reisebericht auf meinem eigenen Blog. Bitte seid gnädig mit mir.

Praktischerweise komme ich gerade von einer Tour zurück. Die Erinnerungen sind noch ganz frisch und ich muss nicht lange überlegen, was die Daten angeht.
Diese Tour war die erste gemeinsame mit meinem Kumpel Ray – hier nochmal ein dickes Danke an Dich, Ray ! Hat mega Spaß gemacht und war ne coole Tour. Und auch noch einen extra Dank, dass ich einige Deiner Bilder für diesen Bericht hier benutzen darf !
Im Vorfeld standen so einige Ziele zur Auswahl, in die engere Wahl kamen dann Bangkok und eben Toronto/Niagarafälle/Boston. Die Entscheidung, nach Westen zu fliegen, war dann eigentlich logisch. Unsere Tour kann man in einer Woche locker schaffen – Bangkok und Inselhopping im Golf von Thailand eher weniger, oder nur mit viel Stress. Und da es günstiger war, nach Toronto Hin und von Boston Zurück zu fliegen, als anders herum, stand die Route ziemlich schnell fest…

Am Samstag, 25. April, geht es also in aller Früh vom Düsseldorfer Flughafen aus los. Zunächst in knapp einer Stunde nach Kopenhagen und nach 4-stündiger Wartezeit nach Toronto, wo wir trotz 8 Stunden Flug Dank der Zeitumstellung am frühen Nachmittag ankommen. Mit dem Bus 192 „Airport Rocket“ kommt man bequem zur Endstation Kipling Station. Von hier fährt die Bahn nach Osten. Um Richtung Downtown zu kommen, steigen wir an der Station St. George um in die Gelbe Linie Richtung Süden. Da wir in der St. Joseph Street wohnen, steigen wir an der Station Queen´s Park aus und gehen die restlichen Meter zu Fuß. Die Verbindungen funktionieren einwandfrei und wir sind ruck-zuck in unserer AirBnB Wohnung. Kurz umziehen und dann machen wir uns auf den Weg nach Downtown. Dafür braucht man keine Karte, bloss an der Ecke Yonge Street rechts abbiegen und diese einmal komplett runter laufen, dann hat man schon etliche der Highlights gesehen.

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Der Sonntag startet ziemlich gemächlich, ist ja schliesslich Urlaub ! Trotzdem sind wir so gegen 9 Uhr schon unterwegs auf sehr leeren Straßen. Frühstücken wollen wir im viel gelobten St. Lawrence Market. Auf dem Weg dorthin kommen wir am Gooderham Building vorbei, einer Art Kopie des Flat Iron Building in New York City.

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Und dann stehen wir vor verschlossenen Toren. Sonntags und an Feiertagen ist der Market geschlossen 🙁 Auch die Hockey Hall of Fame, an der wir auf dem Weg zum CN Tower vorbei kommen, ist Zu. Nur der Souvenir Shop hat ab 10 Uhr geöffnet. Wir frühstücken dann halt bei Second Cup um die Ecke vom CN Tower. Auf dem Weg dorthin kommen wir am echt beeindruckend großen Fairmont Royal York Hotel vorbei, wo wir als Vorstand unseres Fußballvereins zuerst absteigen wollten. Aber aufgrund der Baustelle direkt davor, war der Schuppen dann doch nicht so attraktiv.

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Für schlanke 21 EUR geht es auf 346 m Höhe im CN Tower. Von hier oben hat man eine grossartige fast 360° Rundumsicht und sieht weit über Toronto hinaus. Auch über Lake Ontario ist die Sicht klasse. Wir können sogar bis rüber in die USA sehen und vermuten in der Ferne, wo sehr hohe Gebäude zu erahnen sind, dass dort die Niagara Fälle sind.

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Nächster Stop, wenn man mit dem Bierwart des Vereins unterwegs ist: Steam Whistle Brewing. Für Eisenbahnfreunde gibt es davor sogar noch ein paar Locks und einen alten Bahnhof. In der Brewery kann man eine Tour durch die Brauerei machen. Vor allem gibt es aber ordentlich Pröbchen 😉 Bah, Pilsner !
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Danach weiter Richtung Lake Ontario. Wir wollen auf die Toronto Islands, um mal einen richtig guten Blick auf die Skyline zu bekommen. Am Jack Layton Ferry Terminal legen die Fähren ab. Die Fahrt dauert ca. 15 Minuten und ist bei warmem Wetter bestimmt schön, mir war mega kalt. Hier muss ich dann auch mal erwähnen, dass am 26. April in Toronto und Umgebung quasi gerade erst der Winter zu Ende ist. Es liegt zwar kein Schnee mehr und die Sonne scheint den ganzen Tag, aber mehr als 10 Grad hat es bestimmt nicht, zumindest auf dem Wasser. Und im Schatten der Hochhäuser in der City auch nicht. Ausserdem ist alles geschlossen auf den Inseln, ob das an der Jahreszeit liegt oder am Sonntag ? Wir halten uns jedenfalls nach Öffnen des Gates links und kommen über eine kleine Brücke nach Olympic Island. Klingt super, oder ? Ist aber eigentlich bloss ein kleiner Park, aber mit einer mega Aussicht auf Toronto´s Skyline !

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Den Rest des Tages marschieren wir kreuz und quer durch die Stadt. Am Nachmittag kurz in die Wohnung zum duschen. Gegen 18 Uhr dann wieder die Yonge Street runter und Burger futtern im Hard Rock Cafe. Danach sehen wir am Air Canada Centre live wie die Toronto Raptors 94:125 gegen die Washington Wizards verlieren.
Am nächsten morgen (27.04.) dann auschecken und mit den oben erwähnten Bus und Bahnen zurück zum Toronto Pearson International Airport. Bei Alamo holen wir unseren Mietwagen ab und haben die Wahl zwischen irgendeinem SUV und einem Dodge Challenger 3,6l V6 mit 305 PS – keine leichte Entscheidung 😉
Der Wagen ist vollgetankt und kann leer in Boston am Flughafen zurück gegeben werden, also brauchen wir nicht zwingend Sprit zu sparen, der hier sowieso spottbillig ist. Soviel sei gesagt, der V6 macht einen mega Sound, wenn man das Gaspedal durchtritt ! So kommen wir auch relativ zügig in der Stadt Niagara Falls an. Unsere AirBnB Unterkunft „Rivers Edge Inn“ liegt direkt an der River Road, also unmittelbar am Niagara River und zu Fuß ca. 10 Minuten von den Fällen entfernt. Es besteht also keine Notwendigkeit in eins der hässlichen, riesigen Hotels gegenüber der Hauptattraktion einzuchecken, wenn man viel günstiger, gemütlicher und persönlicher bei Bruno übernachten kann. Ich kann sein Haus nur empfehlen ! Es gibt auf jedem Zimmer ein eigenes Bad, am Flurende eine Tee/Kaffee Küche mit Aussicht auf den Fluss bzw. die Schlucht und hinter dem Haus gibt es Parkplätze, die im Ort selber nur gegen Geld zu bekommen sind. Und ganz nebenbei ist Bruno super nett und entgegenkommend und hat viele Tips parat. Hier würde ich auf jeden Fall wieder übernachten.
Wir ziehen dann auch trotz bedecktem Himmel direkt los. Schon die türkise Farbe des Wassers unten im Fluss steigert meine Vorfreude gewaltig. Wir passieren die Rainbow Bridge, über die man rüber in die USA kommen kann, und eine Minute später sieht man dann plötzlich die bekanntesten Wasserfälle Nordamerikas.

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Diesen überwältigenden Anblick kann man übrigens nur von der kanadischen Seite aus geniessen. Von der USA-Seite kommt man zwar sehr nahe an die Fälle ran, kann das Spektakel aber nur von der Seite bzw. von oben sehen. Ich empfehle ganz klar gegenüber die Kanada-Seite ! Attraktionen wie „Journey behind the Falls“ kann man sich sparen, da sieht man die Horseshoe-Falls (also die kanadischen) von unten und von hinten, also durch einen Gang unter der Erde und durch eine Öffnung sieht man dann runter rauschendes Wasser. Ist nicht wirklich spektakulär sondern einfach nur teuer und in unserem Fall von einer extrem gelangweilten Fahrstuhlführerin robotermässig erklärt. Spart Euch das Geld lieber für Souvenirs oder für die Kosten, um auf die US-Seite zu kommen. An der Rainbow Bridge zahlt man 50 Cent für die Benutzung der Brücke, also Quarters dabei haben ! Und dann nochmal ca. 6 USD pro Person für die Einreise in die USA inkl. Foto machen und Fingerabdrücke nehmen. Wenn Ihr also die US-Seite sehen wollt, meldet Euch vorher über ESTA an, das vereinfacht vieles beim Grenzübergang. Auf dem Rückweg muss man dann auf der kanadischen Seite nochmal den Pass zeigen und evtl. Fragen beantworten, wird dann aber problemlos durchgewunken.
Von der Rainbow Bridge kann man auch fantastische Fotos von den Fällen machen. Den Skylon Tower brauche ich da nicht für, der kostet nur nochmal tierisch viel Geld. Überhaupt gefällt mir nicht, was dort alles veranstaltet wird. Rund um dieses wundervolle Ereignis der Wasserfälle stehen überall hässliche, riesige Hotels und Casinos. Der ganze Ortskern ist so eine Art Phantasialand und Touristen werden überall geschröpft. Bevor ich für all das Geld ausgebe, würde ich lieber alles zusammen in einen Hubschrauberflug investieren, um mir die Niagarafälle von oben anzusehen. Aber so viel Geld muss man hier halt auch gar nicht ausgeben, denn die schönste Aussicht kostet gar nichts !!
Am Abend fahren wir mit unserem Challenger zu den Falls, um mal zu sehen, wie es im Dunkeln mit Beleuchtung aussieht. Ist ganz nett, aber ich bin froh, dass wir nicht nochmal gelaufen sind, nachdem wir schon den ganzen Tag auf den Beinen sind.

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Wir sind ja noch vor der Saison, sieht man ja daran, dass auch hier keine Blätter an den Bäumen sind. Daher ist auch nicht so extrem viel los, wie es anscheinend im Sommer der Fall ist. Jedenfalls ist auf der rechten Spur stehen bleiben, aussteigen und Fotos machen kein Problem und wir sind auch nicht die einzigen, die es so handhaben 😉
Dienstag der 28.04. fängt wieder ganz entspannt an. Bei Walmart ein paar Sachen einkaufen und dann fahren wir über die Grenze in den US-Bundesstaat New York. An der Schranke keinerlei Probleme. Die etwa 534 km bis zu unserer nächsten Unterkunft fahren sich vollkommen relaxed, das kann man nicht mit Deutschland vergleichen. Die Interstate ist aber auch nicht gerade überfüllt und es ist ein Wochentag, also haben wir wohl Glück mit dem Verkehr. 6 Stunden später erreichen wir dann die Big Indian Wilderness, ein grosses bergiges Waldgebiet im Südwesten von New York, etwa 200 km nördlich von New York City. Hier haben wir eine Übernachtung gebucht in der Cold Spring Lodge, denn die ist am nächsten dran an der Wanderung, die wir morgen machen wollen. Vor geeigneter Kulisse gibt es aber erstmal ein Fotoshooting mit unserem inzwischen liebgewonnenen Challenger.

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Auch in Big Indian in der Lodge läuft der Check-In problemlos und es sind auch keine weiteren Gäste da. Das Zimmer ist sauber und groß genug für zwei, das Bad auch ok. Und sogar WiFi funktioniert ! Was will man mehr mitten in der Wildnis Amerikas 🙂 Richtig, was zu futtern. In Big Indian gibt es aber rein gar nichts, bis auf einige leere, halb verfallene Häuser und die bewohnten sehen nicht nach American Diner aus. Wir fahren also ins benachbarte Phoenicia und haben Glück, denn heute ist Tacco Tuesday in der Sportsman´s Alamo Cantina. 1 Tacco für 1 Dollar !!

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Am nächsten morgen wieder faulenzen und dann zum Frühstück wieder nach Phoenicia. Neben dem Sportsman´s ist eine Pizzeria namens Brio´s. Hier gibt es lecker Frühstück und ich order direkt mal das köstliche Country Skillet. *nomnomnom*
Gut gestärkt fahren wir zur Lodge zurück und von dort die Straße (Oliverea Road) in die entgegengesetzte Richtung tiefer in die Wälder hinein bis zum Giant Ledge Trailhead. Ganz einfach am Parkplatz zu erkennen und dem Schild.
Hier startet der Trail zum Giant Ledge und Panther Mountain. Alle Infos dazu findet Ihr hier: Klick
Angegeben ist die Länge des Trails, also Hin und Zurück, mit 6,87 Meilen (ca 11 km). Die 5 Stunden kommen glaube ich in etwa hin, bei der Entfernung sind wir uns nicht ganz sicher, könnte auch weniger sein. Es geht teilweise steil bergauf, aber immer nur kurz und mit Stufen. Der Weg ist mit blauen und gelben Markierungen an den Bäumen markiert, man braucht keine Karte, denn selbst wir Stadtmenschen haben ja den Rückweg geschafft. Aber so 1-2 Flaschen Wasser und vielleicht einen Snack solltet Ihr mitnehmen, da der Weg nach einer Weile anstrengend wird. Die ausgeschilderte Quelle finde ich zwar, aber man kommt nicht an das Wasser ran, da liegt ein riesen Felsbrocken drüber. Mir schmeckt aber auch das Wasser aus dem Rinnsal etwas weiter bergab. Logisch, die Wasserflasche ist ja seit 2 Stunden leer.
Nach den Giant Ledges muss man nicht mehr unbedingt noch zum Panther Mountain, die Aussicht ist sehr ähnlich. Aber wir haben ja den ganzen Tag noch Zeit, daher gehen wir auch den ganzen Weg. Hier ein paar Bilder vom Trail:

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Auf dem Felsen vom Panther Mountain treffen wir einen anderen Hiker und quatschen eine Weile mit ihm. Er kommt aus der Umgebung und meint, dass es hier keine Schwarzbären gibt, wie ich erst befürchtet hatte. Auch die namensgebenden Panther (oder Mountain Lions) hat hier schon ewig keiner mehr gesehen. Dafür kommen Kojoten und Weisskopfseeadler öfter vor. Wir sehen leider weder noch. Als dann die 4-er Gruppe eintrifft, die wir am Giant Ledge kennengelernt haben kehren wir nach einer Weile wieder um. Dem Weg sollte man nicht weiter folgen, denn er führt einen zu einem Parkplatz auf der Route 28, beinahe schon in Phoenicia und somit etliche Kilometer von dort, wo Ihr geparkt habt !
Gegen 18 Uhr sind wir wieder in der Lodge und müssen dringend duschen und relaxen. Aber auch zu Abend essen, denn die verbrannten Kalorien müssen ja dringend wieder reingeholt werden. Also…wieder nach Phoenicia ins Brio´s und lecker Pizza aus dem Holzkohleofen.
Am Donnerstag den 30.04. ist der Zeitplan schon etwas straffer, wir müssen mit Wecker aufstehen und kommen doch erst gegen 9 Uhr los. Wir verlassen die schönen Catskills, fahren durch Woodstock und in Saugerties auf die Interstate 87. Nach Norden geht es immer parallel zum Hudson River, den wir kurz vor Albany überqueren. Riesen Fluß übrigens ! Auf der 90 geht es dann lange Zeit nach Osten, so ca. 2 bis 3 Stunden. Über die 495 erreichen wir dann das erste Tagesziel – das Wrentham Village Premium Outlet.
Da wir nämlich schon in Massachusetts sind, bezahlen wir beim Kauf von Kleidung bei einem Wert bis 175 USD keine Taxes. Und im Outlet sind die Sachen eh schon reduziert und man kann sich an der Information noch ein Couponheft abholen, damit bekommt man nochmal ganz gute Prozente auf bereits reduzierte Sachen. Ich konnte mich jedenfalls ganz gut bei Columbia eindecken mit Outdoorklamotten.

Danach geht es direkt weiter, das Ziel ist dieses Mal Scituate, 75 km entfernt und direkt am Atlantik. Die Fahrt soll eigentlich nur 1 Stunde dauern, aber durch den extrem hohen Verkehr auf der Straße Richtung Cape Cod werden es dann fast 2. Wir kommen aber dennoch am Old Scituate Lighthouse an und ich kann einige Bilder dieses Leuchtturms von 1811 für meinen Paps machen, der großer Leuchtturm-Fan ist.

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Ja und dann kommt die letzte Fahrt mit unserem treuen Challenger. Wir müssen noch zum Boston Logan International Airport und ihn dort zurück geben, verfransen uns aber ganz ordentlich in der Bostoner Innenstadt. Man sollte halt nicht immer nur blind der Navi-Frau vertrauen, sondern auch mal auf Straßenschilder achten 😉 Letzten Endes heisst es aber dann doch „Bye Bye“ und wir wenden uns schweren Herzens von unserem Dodge ab.

Die Unterkunft in Boston ist das HI Hostel in der Stuart Street, die zentralste und vor allem günstigste Unterkunft, die ich zumindest im Internet finden konnte. 60 EUR pro Nase und Nacht im 6-Mann-Zimmer. Die Verbindung dorthin klappt wie immer vortrefflich, wenn nicht der Silver Line Bus kurz hinter dem Flughafen den Geist aufgeben würde. Da der Bus aber umsonst ist wollen wir uns mal nicht beschweren und steigen in einen anderen um. Dieser bringt uns zur South Station und nach kurzer Orientierung finden wir den Weg zu Fuß innerhalb von 15 Minuten zum Hostel. Ist schon ziemlich spät und dunkel draussen, viel unternehmen geht nicht mehr. Was ein Glück, dass direkt neben dem Hostel das Jacob Wirth German Restaurant ist und es dort mehr als 40 Biersorten gibt 🙂
Am nächsten morgen müssen wir relativ früh raus, so ca. 7:30 Uhr. Um 9 Uhr wollen wir am New England Aquarium sein und eine Whale Watching Tour mitmachen. Auf dem Weg dorthin:

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Tickets habe ich schon online gebucht und bezahlt, wir können also ohne Probleme an Bord des Katamaran. Heute (01.05.) ist das Wetter nicht sooooo. Gerade mal 30 Minuten unterwegs auf´s Meer raus essen etliche Passagiere ihr Frühstück nochmal rückwärts. Nicht so lecker, also raus an die frische Luft. Und die ist in der Tat frisch, ich kann vor Zittern meine Kamera nicht still halten. Durch die Wellen macht unser Boot ganz ordentliche Sätze, ist nicht einfach sich auf den Beinen zu halten, vor allem auch bei dem heftigen Wind. Auch draussen erliegen immer mehr Passagiere ihrem Leiden. Uns geht´s gut ! 😀 Dann kommt für viele die erlösende Durchsage, dass wir umdrehen werden aufgrund des Wetters. Für uns nicht so toll, aber wir bekommen Raincheck-Tickets und können damit morgen nochmal eine Tour mitmachen.
Wieder im Hafen spazieren wir nach einem Besuch im Aquarium zum Quincy Market und danach gibt es Clam Chowder und Lobster im Legal Sea Foods direkt gegenüber vom Aquarium.

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Der letzte Tag beginnt gegen 8 Uhr, wir haben ja noch eine Chance auf Whale Watching bekommen. Also wieder zum Boston Harbour. Dieses Mal kommen wir recht spät, dürfen aber noch auf´s Boot. Hier gibt es einige Infos zu dem Ausflug: Boston Harbor Cruises.
Wir haben also heute mehr Glück mit dem Wetter. Weniger Wellen vor allem. Mit dem Katamaran geht es 1,5 Stunden raus zur Stellwagen Bank Marine Sanctuary. Wir sehen Seiwale und Zwergwale aus der Ferne und dann kommen wir in die Nähe von 3 Buckelwalen.
Es ist absolut beeindruckend diese riesigen Wale so nah am Boot nach Nahrung jagen zu sehen. Ihr Auftauchen kündigt sich immer durch ordentlich viele Luftblasen auf der Oberfläche an und dann springen all die kleinen Schwarmfische aus dem Wasser. Dann brechen diese Riesen mit aufgerissenen Mäulern durch die Oberfläche und die Leute auf dem Boot rufen und klatschen vor Begeisterung, selten so oft „Awesome“ gehört 🙂 Und das alles, obwohl die Motoren die ganze Zeit laufen, was unter Wasser für diese Tiere ein riesiger Lärm sein muss. Aber entweder sie haben sich leider schon daran gewöhnt oder sie müssen es halt einfach ertragen, weil es hier halt das Futter gibt um über den nächsten Winter in der Karibik zu kommen, wo es nunmal kein Futter gibt. Aber zumindest sollen die Einnahmen durch das Whale Watching der Erforschung und dem Schutz der Wale zugute kommen. Wie das zusammen passt, weiß ich auch nicht zu beurteilen.

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Nach diesem fantastischen Trip kommen wir bei Sonnenschein im Hafen an und können schöne Bilder von Boston´s Skyline machen.

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Heute abend müssen wir um 20 Uhr am Flughafen sein, es ist aber erst 14 Uhr. Erstmal Mittagessen im Hard Rock Cafe, danach ein Bierchen im „The Tap“ und dann laufen wir auch noch mal eben den kompletten 4 km langen Freedom Trail bis zum Bunker Hill Monument im Stadtteil Charlestown. Bei super Wetter legen wir uns vor dem Obelisken noch eine Runde auf der Wiese in die Sonne und knacken fast weg. Den Freedom Trail kann man mal machen, er führt quer durch die Stadt und man sieht ein paar alte Häuser und Friedhöfe, wo irgendein General verbuddelt liegt. Ist eher was für Freunde amerikanischer Geschichte. Aber man kommt auch durch abgelegenere Stadtteile wie dem Haymarket, Little Italy und Charlestown !

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Tja und dann müssen wir den Rückweg antreten, im Hostel unsere Koffer aus den Schränken holen und zum Flughafen fahren. Auch das klappt soweit wieder alles ohne Probleme. Erst in Düsseldorf in der Bahn vom Flughafen zum Kölner Hauptbahnhof gibt es technische Probleme, die Bahn kann nur Schrittgeschwindigkeit fahren und dementsprechend dauert es bis zum Dom. Aber dann ist die Tour vorbei – endlich wieder in Köln !!!

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4 thoughts on “Kanada – USA Roadtrip 2015

  1. hellboy

    Hey ,klasse Bilder hast du da mitgebracht, wenn die Kids mal aus dem Haus sind geht es mit der Frau auch mal dort hin.
    Gruß,Hellboy!

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    1. Schwerti Post author

      Na das dauert ja noch ein bischen 😉 Aber macht das auf jeden Fall, nur besser so im September !

      Reply

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