Neuseeland 2013 – Teil 1

By | 19. Juli 2015

Schon seit ich zum ersten Mal „Der Herr der Ringe“ gesehen habe, will ich unbedingt nach Neuseeland. Diese wunderbare Natur aus nächster Nähe mit eigenen Augen zu sehen ist also schon ziemlich lange ein Traum…
Mit Max, einem Herr der Ringe Sammler-Kollegen, entscheide ich Ende 2012 zusammen, dass wir im neuseeländischen Sommer (also November 2013) eine Rundreise mit dem Wohnmobil machen werden, um möglichst viel zu sehen. Das Problem ist nämlich, dass wir nur 15 Tage Zeit haben. Wenn man bedenkt, dass die reine Flugzeit der Anreise schon 24 Stunden verbraucht, ist das nicht gerade viel Zeit. Aber wir wissen von Anfang an, worauf wir uns einlassen; nämlich viel Zeit mit Fahren im Wohnmobil zu verbringen. Bei der  nächsten Neuseeland-Tour werde ich mir auf jeden Fall mehr Zeit nehmen, nur muss man solche Erfahrungen ja auch erstmal machen.
Um einen Eindruck der Distanzen zu bekommen hier mal die Fakten vom Hinflug:

  • Frankfurt – Kuala Lumpur: 13 Stunden Flug, 10.000 km, 2 Stunden Aufenthalt
  • Kuala Lumpur – Auckland: 12 Stunden Flug, 8700 km, 6 Stunden Aufenthalt
  • Auckland – Christchurch: 1,5 Stunden Flug, 745 km

Komplette Anreise ca. 35 Stunden. Natürlich würde es schneller gehen, wenn wir nicht noch von Auckland nach Christchurch fliegen würden. Der Domestic Terminal macht aber erst morgens um 5 Uhr auf, also müssen wir die Nacht am Flughafen mit Warten verbringen. Und wir wollen ja unbedingt von der Südinsel rauf auf die Nordinsel fahren und von Auckland aus wieder nach Hause fliegen, ist also für uns die einzige Option.
Wir holen am 15.11. morgens in Christchurch unser Wohnmobil bei Britz ab. Ist zwar etwas übertrieben für 2 Personen so ein großes Teil zu mieten, aber so hat jeder sein eigenes Bett und wir haben genug Stauraum. Denn wenn man mit Koffern anreist, hat man ein echtes Problem bei dieser Art von Wohnmobilen. Es gibt nämlich nirgendwo Platz dafür. Die Fächer an der Aussenseite sind für Frischwasser, Abwasser und Gastank und innen sind alle Schränke mit Kochutensilien und dem Inhalt der Koffer schnell voll. Ich kann also jedem nur raten, am besten mit einer Art Sporttasche zu reisen, die man möglichst klein verstauen kann !

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Im Office von Britz gibt es übrigens die Möglichkeit, sich Sachen einzupacken, die andere Camper zurück gelassen haben. Hier solltet Ihr nicht zögerlich sein zuzugreifen, denn Lebensmittel sind in Neuseeland nicht günstig. Ausserdem werdet Ihr am Ende Eures Trips bestimmt auch ein paar Dinge spenden, die Ihr nicht ganz verbraucht habt, ist also alles ok.
Der erste Stop ist für uns jedenfalls dennoch ein 7Eleven im Vorort Belfast. Hier füllen wir den Kühlschrank mit Essen und lecker New Zealand Lager für die nächsten Tage. Und dann geht es los, direkt auf den State Highway 1. Mit einer unglaublichen Aussicht fahren wir am Pazifik entlang nach Norden. Unser erstes Ziel ist Kaikoura, wo wir morgen eine Whale Watch Tour mitmachen wollen. Nach der langen, anstrengenden Anreise sind wir auch ziemlich kaputt und wollen nur noch ankommen, duschen und schlafen. Die Fahrt dauert auch zum Glück nicht lange. Nach dem duschen ist noch Zeit für einen Rundgang durch den Ort und am Strand zurück zu unserem Campingplatz.

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Am nächsten Morgen von Jetlag keine Spur, bin schon vor Sonnenaufgang wach, was dieses Foto beweist:
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Richtig praktisch ist auch, dass Whale Watch Kaikoura direkt neben unserem Top 10 Camp Ground liegt. Man schlüpft lediglich durch ein Loch im Zaun, über die Bahngleise rüber, die nur selten benutzt werden, und schon steht man vor dem Office. Als Mitglied bei Top 10 bekommt man auch Rabatt auf die Whale Watch Tour !
Nach einem kurzen Briefing werden wir mit einem Haufen anderer Touris in einen Bus gesetzt und in wenigen Minuten zum Hafen gefahren. Hier steigen wir auf einen modernen Katamaran und fahren gut 2,5 km rauf auf´s Meer. Der Blick zurück auf die Kaikoura Ranges:
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Der Meeresgrund stürzt an der Stelle, wo wir mit dem Katamaran hin fahren, gut 2 km tief in einen Unterwasser-Canyon ab. Ein idealer Platz für Pottwale, die in dieser Tiefe nach Kraken jagen. Wir dümpeln eine Weile herum, bis ein Crewmitglied über das Unterwassermikrofon Walgeräusche hört. Kurze Zeit später erreichen wir dann auch tatsächlich einen Pottwal, der zum Atmen an der Oberfläche treibt.
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Für mich ist das der erste Wal, den ich in meinem Leben live sehe, und das bloss ca. 20 Meter entfernt ! Viele andere auf unserem Boot erleben diesen tollen Moment gar nicht, weil sie den Wellengang offenbar nicht vertragen. Dabei haben sie alle ihre riesigen Teleobjektive drangeschnallt und sich Zentimeterdick mit Sonnencreme eingeschmiert, nur um ihre Gesichter in die Papiertüten zu stecken, die die Crew reichlich verteilt 🙂 Der Wal bleibt, laut dem Guide an Bord, mehrere Minuten an der Oberfläche, um ordentlich Luft zu holen. Wenn er dann senkrecht abtaucht, bleibt er locker 40 Minuten unter Wasser.
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Es bringt also nichts, hier zu warten und wir fahren etwas weiter zu einer Stelle, an der zuverlässig Dusky Dolphins beim spielen beobachtet werden können.
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Der Hammer, wieviel Spaß die Delfine beim springen und rumalbern ausstrahlen. Man kann übrigens auch Schwimmen mit Delfinen in Kaikoura buchen, was ich nicht machen werde. Aber ich bin fasziniert von diesen Tieren, vor allem auch wie schnell die sind. Als wir uns auf den Rückweg machen, halten die locker eine ganze Weile mit unserem Katamaran mit. Und der ist schon ziemlich schnell, wie man an den Wellen erkennen kann und dass ich gegen den Wind die Fleecejacke anziehen muss:
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Zurück an Land holen wir unseren Camper und machen uns auf den Weg nach Geraldine. Also wieder nach Süden, an Christchurch vorbei und Richtung Mount Somers. Hier wollen wir den Berg Mt. Sunday suchen, der die Kulisse für Edoras gebildet hat in „Die Zwei Türme“. Eine grobe Beschreibung habe ich dabei, aber wir finden den Ort einfach nicht. Heute weiss ich, dass wir auf der richtigen Straße waren, hätten aber noch etliche Kilometer weiter ins Landesinnere fahren müssen. Wir machen also kehrt und durch den Wohnmobil Guide „Mit dem Wohnmobil durch Neuseeland“ finden wir einen Gratis-Platz zum übernachten.
Sonntag, 17.11. – schon wieder früh auf den Beinen fahren wir nach dem Frühstück zur „Church of the Good Shepherd“ von 1935 am Lake Tekapo. Die Kirche ist für mich nicht sonderlich interessant, dafür aber viel mehr die Aussicht auf die südlichen Alpen:
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Als dann der erste Reisebus eine Horde Touris ausspuckt verziehen wir uns und fahren ein paar Kilometer weiter zum Lake Pukaki. Kurz vor dem See biegen wir rechts in die Hayman Road ein und folgen ihr bis zum Ende. Auf halber Strecke ragt eine Halbinsel in den See, wo man wunderbar mit dem Wohnmobil übernachten könnte, merke ich mir für nächstes Mal. Vom Ende der Strasse bei einer Lachsfarm hat man eine tolle Aussicht und wir haben Glück mit den Wolken, denn wir sehen Aoraki Mt. Cook in seiner ganzen Pracht:
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Da hier kein Weiterkommen ist, drehen wir um und fahren am gegenüberliegenden Ufer die Straße rauf Richtung Mt. Cook Village:
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Im Village gibt es das bekannte „The Hermitage“ und noch weitere Unterkünfte für jede Art von Geldbeutel. Wir durchstöbern den Souvenirshop vom Hermitage und nehmen uns ein Sandwich aus dem Restaurant mit nach draussen, wo man schon tolle Blicke auf die Berge der südlichen Alpen hat:
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Das Hermitage bietet auch viele verschiedene Touren an. Wir entscheiden uns für einen kurzen Spaziergang Richtung Kea Point, für den man nichts bezahlen muss und auch keinen Guide benötigt, weil der Weg einfach und nicht zu verfehlen ist. Hier gelingt Max dieses unglaubliche Foto vom höchsten Berg Neuseelands Aoraki/Mount Cook
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Eigentlich wollen wir jetzt zurück zum Pazifik fahren, aber in Omarama erwischen wir irgendwie die falsche Spur und merken es gar nicht. Erst als ich das Straßenschild von Tarras sehe, werde ich aufmerksam. Wir sind über den Lindis Pass gefahren, also mitten durch die Berge und immer parallel zum Meer. Wir übernachten dann in Wanaka direkt am See und ich plane unsere Route kurzerhand um. Fahren wir halt morgen durch Central Otago nach Poolburn und suchen weitere Drehorte aus „Die Zwei Türme“…
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„Rohan“ finden wir auf der Schotterstraße zum Poolburn Reservoir. Allerdings ist die Fahrt kein Vergnügen. Auf Asphalt ist das Wohnmobil angenehm, aber auf Schotter rappelt es in den Schränken wie verrückt und das ganze Auto schaukelt ohne Ende. Ich würde Euch davon abraten, mit einem WoMo diese Strecke zu fahren. Dann lieber mit einem PKW oder gleich eine geführte Tour buchen, zB. von Queenstown aus. Da wird man dann mit einem Allradfahrzeug zu den Drehorten gebracht. Wir geben nach einer Weile jedenfalls auf, um unser WoMo nicht völlig zu ruinieren. Die Gegend um Poolburn und Alexandra ist sehr trocken, aber auch wunderschön. Die Strecke könnte man theoretisch auch mit dem Mountainbike schön fahren, dann aber einige Liter Wasser mitnehmen !
Unsere nächste Anlaufstelle ist Road 87 Richtung Middlemarch. Auf halber Strecke befindet sich die Rock and Pillar Range. Hier wurden einige Szenen aus „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ gedreht. Leider ist das alles privates Farmland und eingezäunt, wir können also nur aus der Ferne einen Blick drauf werfen:
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Nächster Stop: Moeraki Boulders
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Endlich wieder am warmen Pazifik, auch wenn der Wind ein wenig frisch ist abends und auch vereinzelte Regentropfen fallen. Nach den Boulders fahren wir noch ein kurzes Stück den SH1 Richtung Süden und übernachten an einem Gratis-Platz direkt am Meer:
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Heute ist Dienstag, der 19.11. und wir sind schon wieder total früh auf und können den Sonnenaufgang am Strand direkt hinter unserem WoMo geniessen:
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Nach der vielen Fahrerei die letzten Tage machen wir heute einen Erholungstag in Dunedin und gehen zur Abwechslung mal zu Fuß.
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Dummerweise ist der Top 10 Holiday Park von Dunedin 3 km ausserhalb bzw. vom Octagon entfernt und die Straßen erinnern sehr an San Francisco mit ihrem Auf und Ab die ganze Zeit. Wer ein Fahrrad dabei hat oder den Busverkehr versteht dem glühen abends jedenfalls nicht die Socken 😉 Aber es lohnt sich, ins Zentrum zu gehen. Unter anderem für den Bahnhof von Dunedin aus dem Jahre 1904
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und für die Presbyterianische First Church of Otago von 1848.
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Nachmittags gibt es im schottischen Restaurant Scotia lecker Lammfilet. Der Weg zurück zum Campground wird dann echt anstrengend, weil fast die ganze Zeit nur bergauf. Wir waschen dann noch Klamotten, kaufen ein wenig im Supermarkt gegenüber ein, duschen mal wieder in einem richtigen Waschraum und hauen uns früh hin, denn morgen stehen wieder einige Kilometer auf dem Plan…
Denn wir fahren in die Catlins, ein Gebiet im Südosten der Südinsel. Unser erstes Ziel ist Nugget Point, da ich wie immer versuchen muss einen Leuchtturm im Urlaub zu fotografieren. Der Weg dort hin führt sehr idyllisch am Meer entlang, die Straße wird aber später zu einer Schotterpiste und das Gerappel geht wieder los. Ohren zu und durch ! Ich kann Euch versichern, es lohnt sich diesen Weg auf sich zu nehmen. Das Meer ist hier immer nah und wunderschön. Und man hat immer die Chance wilde Tiere zu sehen, wir passieren zum Beispiel ganz unerwartet diesen Seelöwen, der sich am Strand sonnt:
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Nur noch ein paar Meter weiter und man erreicht den Parkplatz zum Nugget Point. Von hier führt ein leichter Fußweg zum Leuchtturm.
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Nugget Point heissen der Leuchtturm und der Ort übrigens, weil die Form der Felsen unten im Wasser an Goldnuggets erinnern sollen.
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Das Nugget Point Lighthouse von 1869:
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Bei schönem Wetter, wie wir es haben, kann man sich auch mal eine Weile auf den Bänken rund um den Leuchtturm niederlassen und dem Geräusch des Meeres lauschen – wenn keine anderen Touristen in der Nähe rumlärmen.
Für uns geht es bald weiter, wieder über Schotter, aber dafür in den Regenwald hinein:
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Die Purakaunui Falls:
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Nächstes Ziel ist unser Campground für heute Nacht. Waikawa ist die letzte Siedlung davor und man sollte die Chance nutzen, dort irgendwo eine Toilette aufzusuchen. Denn der Campground in Curio Bay ist hygienisch gesehen eine Katastrophe. Von uns benutzt jedenfalls keiner weder Klo noch Dusche. Und da wir verabredet haben, beides in unserem Wohnmobil auch nicht zu benutzen, müssen wir halt bis morgen aushalten. Dabei sieht der Platz mit den Palmen ganz gut aus auf den ersten Blick.
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Und auch der Strand direkt vor der Tür hat doch was, oder ?
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Ausserdem gibt es ein paar Minuten zu Fuß die Straße runter einen Strand, wo abends die super seltenen Gelbaugenpinguine an Land kommen, um sich auszuruhen. Wir verbringen hier etwa eine Stunde und werden ganz gut von den Sandflies (Aggro-Mücken) gepiesackt. Dann taucht aber doch noch einer der scheuen Pinguine auf:
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Damit ist der Tag aber noch nicht zu Ende. Wir fahren noch um die Haldane Bay herum durch eine wunderschöne grüne Gegend
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und erreichen dann kurz vor Sonnenuntergang den südlichsten Punkt der Südinsel: Slope Point
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Am nächsten Morgen geht es wieder zeitig los, denn das Ziel ist der Milford Sound. Ja, der weltbekannte Fjord mit dem Mitre Peak, der von Rudyard Kipling als 8. Weltwunder bezeichnet wurde. Als wir von Curio Bay weg fahren, nieselt es ein wenig, wir hoffen aber, dass es sich weiter oben im Norden bessert. 2 Stunden und 160 km später regnet es immer noch und wir müssen uns entscheiden, ob wir in Lumsden links abbiegen Richtung Te Anau und dem Milford Sound oder weiter geradeaus fahren nach Queenstown. Da es schon ca. 10 Uhr ist und die Ausflugsboote eh heute ohne uns abfahren werden, fahren wir weiter Richtung Queenstown. Vom Fjord hätte man bei dem Wetter vermutlich eh nicht viel gesehen, rede ich mir zumindest ein. Wieder ein Punkt auf der To-do-Liste für nächstes Mal !
40 Minuten später erreichen wir den Lake Wakatipu:
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Wir kommen kurz vor Mittag am Queenstown Top 10 an. Noch im Office bei der Anmeldung sehen wir die ganzen Flyer für Funsportarten in der Gegend. Kurzentschlossen melden wir uns für eine Jetboat Tour auf dem Shotover River an. Und wir werden in 10 Minuten von Skippers Canyon Jet vor dem Eingang des Campgrounds abgeholt. Also schnell das Wohnmobil abstellen, paar Sachen zusammen suchen und los. Wir sind die letzten, die in Queenstown eingesammelt werden, der Fahrer des Allrad-Busses fährt direkt aus der Stadt raus und die Hügel über der Stadt rauf. Kurz bevor es über einen Pass und auf der anderen Seite den Canyon runter zum Fluss geht, hält der Bus an und wir haben eine tolle Aussicht auf die Remarkables
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Unser Guide/Fahrer erklärt uns auch die ganzen „Landmarks“, die ich mir aber nicht merken kann. Nur, dass an dem kleinen See in der Mitte des Bildes Dreharbeiten für „Die Zwei Türme“ stattfanden und er selbst einen Uruk-hai gespielt habe. Aber so ziemlich jeder Neuseeländer behauptet von sich, in den Filmen mitgespielt zu haben, also …
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Nach einer ziemlich spannenden Fahrt den Canyon hinunter kommen wir unten an der Station von Skippers Canyon Jet an. Alle sind schon ganz scharf drauf, in das Boot zu steigen. Allein schon der Sound, den der Motor macht, ist so herrlich, als stünde man direkt neben einem alten Muscle Car. 4,2 Liter Chevy V8 Big Block mit 450 PS beschleunigen das Boot aus dem Stand auf 80 km/h. Gegen die Strömung und bei nur 10 cm tiefem Wasser. Und dann geht´s in irren Manövern den Shotover River rauf, nur Zentimeter an den steilen Felswänden des Canyons vorbei. Ich kann Euch nur sagen: Macht das auf jeden Fall, wenn Ihr mal da seid !
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Die Fahrt ist nach 20 Minuten zu Ende. Vielleicht ist es auch mehr, aber mir kommt es viel zu wenig vor, selbst wenn es eine Stunde gewesen wäre. Mit dem Bus rumpeln wir dann zu einer Lodge, die auch der Firma gehört. Hier können wir die Aussicht auf den Canyon und den Fluß geniessen:
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Das Foto, welches von unserer Gruppe im Jetboat gemacht wurde, können wir jetzt in einem Papierbilderrahmen kaufen, wenn wir wollen. Kostet ja bloss schlappe 25 EUR. Ne danke kein Interesse ! Stattdessen solltet Ihr vorher Geld investieren und Euch ein Wasser-Case für Eure Kamera kaufen oder eine GoPro zulegen. Es wird zwar offiziell gesagt, man soll sich mit beiden Händen festhalten im Boot, aber niemand meckert, wenn man in einer Hand eine Kamera hält und die Fahrt filmt. Und das ist definitiv besser als 25 EUR für ein Foto !!
Zurück in Queenstown gehen wir vom Top 10 zu Fuß in die Stadt. Als erstes wollen wir uns einen Überblick über die Stadt verschaffen, also fahren wir mit der Skyline Gondola für ca. 20 EUR. Von oben hat man eine fantastische Sicht auf Queenstown, Lake Wakatipu und die Remarkables:
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Und wie man sieht, ist das Wetter inzwischen perfekt. Vermutlich sieht es so auch am Milford Sound gerade aus, aber wozu damit hadern, lieber die Sonne und die Aussicht geniessen. Und die beiden riesigen Eisbällchen für 2,40 EUR die es am Restaurant und dem super ausgestatteten Giftshop gibt.
Wieder unten in der Stadt laufen wir einmal quer durch die Strassen bis zum Hafen, wo gerade die „TSS Earnslaw“ von 1912 ausläuft zu einer Fahrt über den See.
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Inzwischen ist es aber schon ziemlich spät am Nachmittag und wir müssen noch Wäsche waschen auf dem Campingplatz und sonstigen Kram im Wohnmobil erledigen. Ausserdem gab es heute noch nichts zu essen, ein perfekter Grund, sich beim bekanntesten Burgerladen von Neuseeland anzustellen: Fergburger
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Es scheint, die ganze Stadt steht Schlange. Bis wir unsere Bestellung aufgeben können, dauert es etwa 30 Minuten und weitere 20, bis wir dann unsere Burger bekommen. Damit verziehen wir uns schleunigst zum Campground, setzen uns neben dem WoMo auf die Bank in die untergehende Sonne und geniessen die besten Burger aller Zeiten ! Ohne Scheiss, ich habe noch nie einen besseren Burger gegessen. Und Pommes braucht man dazu auch nicht, da der so gross ist, der macht garantiert jeden satt. Dazu eine kalte Dose New Zealand Lager und der Abend ist perfekt.

So, eigentlich wollte ich den Bericht  in Nord- und Südinsel aufteilen. Aber auf der Nordinsel haben wir nur ein paar Tage verbracht und auch nicht viel gesehen. Dadurch wäre dieser Bericht extrem kurz, und der hier ist an dieser Stelle jetzt erst bei der Hälfte angekommen. Aus diesem Grund teile ich den Bericht hier. Es beginnt sowieso am nächsten Tag ein neuer Abschnitt der Reise, passt also ganz gut.
Wenn es Euch bis hier gefallen hat, würde ich mich sehr über ein paar Kommentare freuen !

Und wenn Ihr Fragen habt, schiesst los !

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