Weltreise 2016 – Queenstown

By | 8. Dezember 2016

Obwohl ich erst das zweite Mal in Queenstown bin, ist diese kleine Stadt mit ihren gerade einmal 13.000 Einwohnern zu meiner absoluten Lieblings-Stadt geworden. Wie das möglich ist, was Queenstown so besonders macht, und vor allem, was es hier zu erleben gibt – das werde ich Euch in diesem Beitrag verraten…

Queenstown – das Spaßzentrum Neuseelands

2013 war ich zum ersten Mal in Queenstown. Den Bericht dazu findet ihr hier. Damals war es nur eine Übernachtung, weil der Zeitplan einfach nicht mehr hergab. Da hatte ich mir schon vorgenommen, irgendwann nochmal her zu kommen, mit mehr Zeit. Dieses Mal habe ich 6 Übernachtungen eingeplant, um das volle Programm mitzunehmen.

Queenstown Skyline Gondola

Queenstown bietet für jeden Geldbeutel eine Unterkunft. Hotels, Hostels, Pensionen, AirBnB und auch zwei Campingplätze. Ein sehr großer, nah an der Innenstadt gelegener für 55 NZD (36 EUR) und der Holiday Park Creeksyde für 58 NZD (38 EUR), etwas außerhalb. Wenn man 5-10 Minuten zu Fuß ins Zentrum überhaupt außerhalb nennen kann. Ich finde den Creeksyde Platz einfach viel idyllischer mit den vielen Bäumen und dem Bach an der Seite. Und auch wenn ich kein Fan bin, die Steam Punk Elemente, die man hier überall finden kann, sind schon echt nett anzusehen. Die Sanitäranlagen werden außerdem täglich gereinigt, die öffentlichen Bereiche sind alle gepflegt und herumliegenden Müll sucht man vergeblich. Wem hier langweilig wird, der braucht nur ins Office zu gehen, da ist immer jemand, der einem eine Tour bucht oder sonstwie weiter hilft.

queenstown holiday park creeksyde

Und da wäre ich schon beim Hauptgrund, weshalb mir Queenstown so gut gefällt. Es gibt einfach unglaublich viele Angebote, um den Tag mit action-geladenen Touren zu füllen:

  • Skydiving
  • Jetboating
  • Mountainbiking
  • Rafting
  • Bungyjumping
  • Heliskiing
  • Parasailing

Das ist noch lange nicht alles. Es gibt wirklich nichts, was man nicht machen könnte. Allerdings sollte man früh aufstehen, wenn man nicht nur eine Sache am Tag vor hat. Die meisten Touren starten morgens früh und dann wieder zur Mittagszeit. Noch ganz unerfahren frühstücke ich in aller Ruhe auf dem Campingplatz, schlendere dann durch´s Stadtzentrum und schaue mir die vielen Anbieter und Souvenirläden an. Als ich mich dann endlich entschieden habe, sind die ersten Busse schon weg und ich muss warten. Ich entscheide mich an meinem ersten Tag für´s springen aus einem Flugzeug.

Skydiving

Es gibt vermutlich noch andere Anbieter, aber ich entscheide mich spontan für Nzone Skydive. Beim Check-In geht alles ganz schnell; Bezahlen, Infoblatt ausfüllen und unterschreiben, dass ich selber schuld bin, wenn der Fallschirm nicht öffnen sollte. Das übliche halt. Dann gibt es noch ein Sicherheitsvideo für mich und die inzwischen 9 weiteren Kunden für die Mittagstour. Ein Bus fährt uns alle dann aus der Stadt raus zum Flugfeld von Nzone. Hier lernen wir unsere Jump Master kennen. Meiner heißt Nenad, er ist ca. 45 und war vorher Ingenieur in Montenegro. Mit etwas Hilfe steige ich in das Geschirr, welches mich nachher mit Nenad verbinden wird. Und ehe man recht weiß, was los ist, sitzt man eng zusammen gepfercht auf dem Boden eines winzigen Flugzeugs. Zusammen mit 9 anderen Irren und deren Jump Mastern.

nzone skydive queenstown plane

Bei 3000 Fuß (914 Meter) Höhe werde ich langsam nervös. Bei 11.000 Fuß (3352 Meter) geht die Seitentüre auf und ich bin mir sicher, dass ich gerade einen schweren Fehler mache. Innerhalb von Sekunden verschwinden 2 Paare in die Tiefe, Nenad schiebt mich rutschend immer weiter Richtung Ausgang, bis meine Füße 12.000 Fuß (3,6 km) über der unglaublichen Schönheit der Neuseeländischen Alpen baumeln. Ganz klein da unten liegt der ziemlich große Lake Wakatipu. Nenad beugt meinen Kopf zurück, sodass ich in den blauen Himmel schauen muss. Und dann fallen wir gemeinsam. Nein, wir stürzen ab !!

nzone skydive queenstown

Der Fallschirm geht nicht auf, die Erde kommt immer näher, das war´s… So viele Gefühle rasen durch mich durch, angetrieben vom Adrenalin. Panik, Freiheit, Todesangst, Freude. Der Fallschirm geht natürlich auf, schon nach wenigen Sekunden, die mir viel länger vorkommen. Ich darf sogar selbst ein wenig lenken und ein paar 360 Grad Spins machen. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass wir immer noch viel zu schnell sinken, geht alles gut. Wieder auf der Erde, mit leicht zitternden Knien, ziehe ich mich um und bin froh, dass ich mir ein kaltes Bier in den Rucksack gepackt habe. Der Shuttle Bus bringt die Gäste zurück in die Stadt. Skydiving ist definitiv kein schwerer Fehler!

  • Skydive – 339 NZD (225 EUR)
  • Foto/Video Paket – 189 NZD (125 EUR)

nzone skydive queenstown

Nachdem das Adrenalin abgebaut ist, setzt mega Hunger ein. Und wo geht man in Queenstown hin, wenn der Hunger ruft ? Fergburger ! Die üblichen 20-30 Minuten Wartezeit bis zur Bestellung sind mir egal, ebenso wie die nochmal 20 Minuten, bis der Burger fertig ist. Wenn man dieses köstliche Fleischbrötchen endlich in der Hand hat, ist alles egal. Ich kann ehrlich sagen, dass ich noch nie einen besseren Burger als hier gegessen habe. Noch so ein Grund, warum Queenstown rockt.

fergburger queenstown

Canyon Swing

Am nächsten Morgen bin ich früh im Büro von AJ Hackett. Der Shuttle Bus bringt eine ganze Ladung Kunden zum Nevis River. 160 Meter über dem Fluss hängt eine Plattform. Hier steigt man wieder in ein Geschirr und wird an einem Seil eingehakt. Für einen Moment baumelt man sitzend in der Luft, bis die Verriegelung gelöst wird. Dann stürzt man mit 120 km/h 70 Meter abwärts, das Seil strafft sich und man schwingt in einem 300 Meter weiten Bogen den Bergen auf der anderen Seite des Flusses entgegen. Der Fall fühlt sich genauso an wie beim Skydive, nur viel kürzer. Danach ist es „nur“ noch eine große Schaukel. Der Spaß kostet 195 NZD (126 EUR) und für mich ist es das auf jeden Fall wert. Vor allem darf man, im Gegensatz zum Skydive, seine eigene Kamera mitnehmen und muss nicht nochmal viel Geld für ein Foto/Video Paket ausgeben. Wäre ich ein fähiger Fotograf, hätte ich vielleicht mehr vorzuweisen, als ein Bild der Plattform und ein GoPro Foto von mir selbst 🙂

aj hackett nevis swing queenstown

aj hackett nevis swing queenstown

Rafting

Nach dem größten Swing in Neuseeland nehme ich das nächste Shuttle zurück in die Stadt und spaziere direkt gegenüber von AJ Hackett bei Queenstown Rafting rein. Genau rechtzeitig, in 15 Minuten fährt der Bus los. Das wird eine 4-stündige Tour auf dem Shotover River, Kostenpunkt: 219 NZD (141 EUR). Allerdings zählt die Fahrt dazu. Und die dauert locker 30 Minuten über die Skippers Canyon Road. In meinem Bericht von 2013 gibt es eine Beschreibung. Damals war ich da zum Jetboat fahren, was ebenfalls ein Riesen-Spaß ist. Auch die Fahrt im engen Canyon ist gut. Mit Neoprenanzug anziehen, Teams bilden und kurzer Einweisung, bleiben allerdings von den 4 Stunden am Ende noch so ca. 1,5 Stunden, die man tatsächlich auf dem Wasser ist. Vorher nerven dann einige der Guides ziemlich, die schreien rum, wir sollen uns beeilen, keine Zeit usw. Das macht keinen Spaß. Ich zahle einen Haufen Geld für diese Tour, da ist es mir doch egal, wenn die es eilig haben. Klar, je früher die mit unserer Tour durch sind, desto eher ist Feierabend. Aber dass mir nichtmal die Chance gegeben wird, den richtigen GoPro Mount aus dem Rucksack zu holen, das ist echt uncool. So muss ich die Kamera also im Bus liegen lassen und habe weder Video noch Foto von der Tour. Der Fluß sieht von oben gesehen so aus (Foto aus dem 2013er Bericht):

Jetboat, Shotover River, New Zealand, Neuseeland

Rafting macht auf jeden Fall richtig viel Spaß. Schnell ist der Stress von vorher vergessen. Wir sind 4 Leute in unserem Schlauchboot, plus 1 Guide. Für uns heißt das, wir müssen nur paddeln, lenken übernimmt der Guide. Mit ordentlich Wasser im Fluss brettern wir durch jede Menge Stromschnellen und kommen teilweise ganz schön ins schwitzen, so sehr müssen wir paddeln. Zur Abkühlung lässt uns der Guide abwechselnd kentern oder einfach neben dem Raft im Wasser her treiben. Die Zeit vergeht wie im Flug, plötzlich sind wir am Ziel angekommen, werden in die Duschen und Umkleiden bugsiert und ab da eigentlich allein gelassen. Frisch geduscht komme ich wieder nach draußen, wo man ein Gruppenfoto für 20 NZD kaufen kann. Das ist so lächerlich, dass ich mich in den Bus setze und auf die Rückfahrt warte. Geht nicht nur mir so, auch 5-6 andere Teilnehmer finden diese kommerzielle Massenabfertigung überhaupt nicht gut. Schade eigentlich, denn die Fahrt auf dem Fluss ist landschaftlich sehr schön, bringt Action und Spaß und man lernt auch nette Leute kennen. Den Veranstalter interessiert aber scheinbar nur das Geld und möglichst schnell die nächsten Kunden.

Milford Sound

Am nächsten Tag klingelt der Wecker sehr früh, da ich um 6:30 Uhr vor dem Holiday Park abgeholt werde. Habe gestern Nachmittag im Office noch für heute die Tour gebucht. Der Anbieter ist Mitre Peak Cruises, einer von mindestens drei im Milford Village. Die Tour kostet 179 NZD (119 EUR) und dauert den ganzen Tag. Mitre Peak Cruises leitet ihren Namen vom höchsten Berg am Milford Sound ab. Definitiv ist er einer der schönsten der Gegend, deswegen bin ich heute dorthin unterwegs. Die Fahrt dauert pro Strecke 5-6 Stunden, darum ist das ganze auch eine Tagestour. Auf dem Hinweg schaue ich fast ununterbrochen aus dem Fenster, um die Landschaft zu sehen. Wäre ich mit meinem eigenen Camper gefahren, würde ich so gut wie gar nichts sehen, weil man sich auf die Straße konzentrieren sollte!! Viel verpasst hätte ich heute allerdings nicht, denn es ist grau, wolkenverhangen und es nieselt die ganze Zeit. Der Bus macht unterwegs 2 Foto-Stopps, wo man die Chance nutzen sollte, um viel Regen und Nebel und schlechtes Wetter zu knipsen. Und, wie in meinem Fall, dabei die Kamera zu schrotten, was sich aber erst viele Tage später deutlich machen wird.

Zur Mittagszeit kommt der Bus am Milford Sound an, die Gäste bekommen am Busausgang ihre Bootstickets und laufen gegenüber ins Gebäude rein. Kurz darauf ist schon boarding. Da ich meine Regenjacke und warme Sachen anhabe, steige ich direkt auf´s Oberdeck und erhasche erste Blicke auf den etwa 15 km langen Fjord. Der 1692 Meter hohe Mitre Peak ist nicht zu sehen, sowieso wird das meiste vom Nebel verdeckt. Auch die bis zu 1200 Meter hohen Felswände, die den Milford Sound umgeben, sind nur zu erahnen. Sie sind nur daran zu erkennen, dass überall Wasserfälle an ihnen herablaufen. Milford Sound ist einer der regenreichsten Gebiete der Erde und durch das viele Wasser wächst an den Berghängen gemäßigter Regenwald, im Wasser leben Robben, Pinguine, Delfine und sogar Haie. Diese artenreiche Vielfalt wird wohl Rudyard Kipling (Das Dschungelbuch) dazu verleitet haben, den Milford Sound als das „8. Weltwunder“ zu bezeichnen. Nach der 2-stündigen Fahrt über den Fjord würde ich nicht sofort zustimmen, aber sehr schön ist es hier auf jeden Fall. Seht selbst:

milford sound mitre peak cruises bowen falls

milford sound mitre peak cruises

milford sound mitre peak cruises

milford sound mitre peak cruises sinbad gully

Arrowtown

Arrowtown ist eine kleine Stadt ca. 20 km nordöstlich von Queenstown. Eine ehemalige Goldgräberstadt; 1862 wurde Gold im Arrow River gefunden, was zu einem starken Anwuchs der Bevölkerung führte. Für ein paar Jahre jedenfalls, dann kamen 1870 viele Chinesen dazu, die in eine eigene Siedlung etwas außerhalb der Stadt verfrachtet wurden. Bald darauf war die Goldgräberzeit wieder vorbei. Für den Tourismus wurden allerdings viele der alten Häuserfronten renoviert, die jetzt an den Wilden Westen erinnern.

arrowtown old main street stores

Heute, Sonntag der 06. März, strahlt schon morgens die Sonne vom Himmel und keine Wolke ist zu sehen. Kein Vergleich zu dem Regenwetter von gestern am Milford Sound. Da die letzten Touren alle zwar mega Spaß gemacht haben, aber ich mich nicht viel dabei bewegt habe, will ich heute eine Runde wandern gehen. Die Natur rund um Queenstown ist so schön, davon möchte ich noch einiges sehen, bevor ich wieder weiter fahre.

Ich entscheide mich für den Sawpit Gully Trail. 7 km führt der Weg in 2-3 Stunden einmal rund um den 780 Meter hohen German Hill, den man als Abstecher vom Trail auch besteigen kann. Die Fahrt nach Arrowtown ist kurz, und obwohl es Sonntag Vormittag ist (mit Spitzenwetter) ist auf dem großen Parkplatz im Stadtzentrum noch jede Menge Platz. Es ist halt schon Nachsaison, man merkt es immer wieder. Jetzt endlich kann ich mir die Wanderschuhe schnüren. Durch halb Australien habe ich die in meinem Trolley mitgeschleppt und nie gebraucht, jetzt ist es soweit. Das letzte Mal hatte ich sie auf dem Arctic Circle Trail in Grönland an. Gut gelaunt und entspannten Schrittes marschiere ich in Richtung Chinesensiedlung, daran vorbei und folge den Schildern. Der Trail ist nicht zu verfehlen.

Bald geht es steil bergauf durch Waldgebiet, bis man einen Sattel erreicht. Hier beginnt weites, offenes Grasland die Berge hinauf. Rechter Hand taucht der German Hill auf:

sawpit gully trail german hill

Gegenüber führt ein anderer Seiten-Trail auf den 1137 Meter hohen Big Hill. Kurz denke ich daran, diesen auch noch zu erobern, aber der Anstieg ist steil, der prallen Sonne ausgesetzt und es ist tierisch heiß heute. Stattdessen mache ich ein Nickerchen auf dem flachen Gipfel des „Deutschen Hügels“, danach gibt es einen kleinen Snack und ich genieße eine Weile die Ruhe und die Aussicht, ganz alleine hier oben in der Natur.

sawpit gully trail german hill

sawpit gully trail german hill

Dem Weg weiter folgend gelange ich durch eine von Bäumen und Farnen überschattete Schlucht an den Arrow River. Ohne es zu wissen, laufe ich ganz nah an einem „Herr der Ringe“-Drehort vorbei. An einem der Flussufer wurde die Szene gedreht, in der Frodo von Arwen vor den Ringgeistern über den Fluss Bruinen gerettet wird. Gut, die genaue Stelle hätte ich vermutlich eh nicht erkannt, da der gesamte Abschnitt hier sehr idyllisch aussieht, mit türkis-farbenem Wasser und steinigen Ufern, gesäumt von einigen Felswänden und Baumwipfeln. Für den gesamten Trail inkl. ca. 40 Minuten Pause brauche ich 3 Stunden. Zurück in Arrowtown gibt es zur Belohnung ein großes Eis mit 2 Kugeln Mango und an einem Straßenstand noch eine Schale frisches Obst. Ich kann den Trail für einen mittel-schweren Nachmittagsspaziergang auf jeden Fall nur empfehlen. Wenn ich nochmal hierher kommen sollte, werde ich den Big Hill besiegen.

Abends in Queenstown besorge ich mir endlich eine Prepaid 3 GB SIM Karte von Spark für 49 NZD (32 EUR), damit ich etwas unabhängiger bin von den Wlans, die es zwar auch fast überall gibt, aber die nicht besonders schnell sind. Dann noch einen Fergburger (natürlich, nach der „krassen“ Wanderung) 🙂 und zum ausklingen schließe ich mich einfach einem Pub Crawl von irgendeiner Hostel Gruppe an, die vor mir bei Fergburger in der Schlange stehen und mich spontan einladen mitzukommen.

Queenstown Hill

Letzter Tag heute. War gestern abend etwas länger, daher spare ich mir das Frühstück und gehe direkt zum Mittagessen über. Mit einem Burger aus bestem Neuseeland Lammfleisch setze ich mich ans Ufer des Lake Wakatipu und genieße die Aussicht, das Wetter, die Stimmung und den vorerst letzten Fergburger für vermutlich die nächsten 1-2 Jahre 🙁 Übrigens, eine alternative zum Fleischbrötchen bietet Caribe Latin Kitchen. Lateinamerikanische und Karibische Küche mit frischen, leckeren Zutaten und vor allem auch mal was gesundes, vegetarisches. Außerdem ist der Laden echt cool und die Leute total nett; habe mich während der Wartezeit mit dem Kassierer unterhalten über alles mögliche, als ob man sich schon ewig kennen würde. Wieder so eine Sache, die Queenstown so besonders macht !!

queenstown lake wakatipu

Der letzte Fergburger ist jedenfalls verzehrt. Um dem schlechten Gewissen entgegen zu wirken, mache ich mich direkt danach auf den Weg Richtung Queenstown Hill. Von der 907 Meter hohen Spitze soll man eine tolle Aussicht auf die Stadt haben. Und der Weg bergauf soll ziemlich steil und anstrengend sein – genau das richtige nach dem deftigen Mittagessen. Vom Seeufer gehe ich über die Ballarat Street bergauf bis zur Belfast Terrace, dort startet der ausgeschilderte Queenstown Hill Walkway. In der Sprache der Maori heißt der Berg Te Tapu-nui, was soviel bedeutet wie „ziemlich heiliger Berg“. Montag Nachmittag scheint er aber nicht so extrem heilig zu sein, ich begegne auf dem Weg nach oben nur 2 anderen Menschen. Dafür aber einer Menge Steintürmchen, die vermutlich von Touristen aufeinander gestapelt wurden. Der Weg durch den schattigen Nadelwald ist nicht zu übersehen und, von der Steigung mal abgesehen, einfach zu gehen. Ein Stück vor dem Gipfel steht der Basket of Dreams:

queenstown hill walkway basket of dreams

The Basket´s spiral of steel follows you

-inward

to reflect

to draw inspiration from the mountains, lake

and from those who are with you.

-outward

to dream

for the future.

Time flies, eternity awaits.“

Denkt mal drüber nach. Caroline Robinson hat sich mit dem Ding wohl schon was gedacht, als sie es gebaut hat. Auf jeden Fall aber hat man von hier eine mega Sicht auf den See und die Bergkette der Remarkables, die Queenstown überragen und für ein sensationelles Panorama sorgen.

queenstown hill walkway basket of dreams remarkables

Hier oben bleibe ich eine Weile sitzen, bis mir plötzlich auffällt, dass die Sonne untergeht. Im dunkeln möchte ich aber nicht durch den Wald stolpern, daher mache ich mich auf den Rückweg. Unten auf der Belfast Terrace angekommen sehe ich die letzten Sonnenstrahlen hinter den Bergen und über dem See.

Und als ich am Holiday Park ankomme ist es schon fast ganz dunkel. 5 volle Tage hatte ich jetzt in meiner Lieblings-Stadt und irgendwie habe ich das Gefühl, es ist noch lange nicht genug. Dass ich nochmal wieder komme steht außer Frage, nur wann, keine Ahnung. Unbedingt möchte ich noch nach Glenorchy am Ufer des Lake Wakatipu. Ich möchte den Mt. Alfred Track wandern und den Milford Sound bei Sonnenschein erleben. Ich möchte mit dem Hubschrauber über die Remarkables fliegen, mich mit einem Mountainbike absetzen lassen und Downhill zurück in die Stadt fahren. Und noch so einige andere Dinge, die diese wundervolle schöne Stadt zu bieten hat, die sie zu meiner Nr. 1 machen. Ich hoffe, Ihr versteht jetzt, warum Queenstown meine Lieblings-Stadt geworden ist. Wenn nicht, müsst Ihr auf jeden Fall selbst hin und Euch überzeugen lassen !

Habt Ihr eine Stadt, die Euch komplett fasziniert ? Welche ist es und warum ?

Ich würde mich freuen, über Eure Lieblings-Städte in den Kommentaren zu erfahren !!

queenstown hill walkway sunset

Wohin es mich als nächstes verschlägt, erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

Also schaut bald wieder rein!

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