Yosemite National Park

By | 13. Oktober 2017

Erlebnispark Alamo

Die 1. Etappe des West Coast Roadtrip führt mich von San Francisco zum ca. 300 km entfernten Yosemite National Park. Bei Alamo am Flughafen hole ich meinen Mietwagen ab. Das ganze dauert fast 2 Stunden, weil scheinbar gerade jetzt alle ihre Autos zurück bringen, nachdem die Osterferien vorbei sind. Eine Frau mit Walkie-Talkie regelt gerade, wer wann welches Auto bekommt. Das sieht alles sehr hektisch aus, und immer wieder höre ich die Info, dass keine Economy-Klassen verfügbar sind.

Das bedeutet, dass ich ein Upgrade auf eine höhere Klasse bekommen werde, weil halt kein Kleinwagen da ist, den ich vorab schon in Deutschland gebucht habe. Ok, das wäre ja ganz cool – wenn ich Idiot nicht vorhin am Schalter 300 USD für ein Upgrade bezahlt hätte. Ich hatte von mir aus danach gefragt, weil ich das Gefühl hatte, die Economy-Klasse könnte zu klein sein. Und außerdem hatte ich noch Budget von Neuseeland übrig, da dachte ich mir „gönnste Dir ma was!“ Natürlich ist der Typ am Schalter entweder clever und sagt absichtlich nichts von der aktuellen Fahrzeugsituation, oder er weiß es tatsächlich nicht. Jedenfalls hätte ich den *Cadillac SRX 3,6 Liter V6 mit 260 PS auch bekommen, ohne 268 EUR drauf zu zahlen 🙁 Was lernen wir daraus ? Immer direkt die Klasse buchen, die Du haben willst und dann dabei bleiben !!

Zeit für eine Einweisung ist auch nicht. Das läuft nämlich so: Jemand fährt ein Auto vor. Die Walkie-Talkie-Frau guckt in ihre Mappe, wer als nächstes dran ist. Sie ruft den Namen, in meinem Fall ein lautes „Stefan´s ready“. Ich schnappe mir mein komplettes Gepäck, gehe nach vorne und bekomme den Autoschlüssel in die Hand gedrückt. Eine Einweisung, wie was am Fahrzeug funktioniert ? Da ist in der Hektik nicht mal dran zu denken. Getreu dem Motto „Learning by doing“ mach ich mich schnell vom Acker und lande gleich mal schön auf dem ca. 100-spurigen Highway 101…

San Francisco to Yosemite Map

Zumindest hatte ich an der Ausfahrt vom Parkhaus noch die Chance, in der Navi App das Ziel einzugeben, so fahre ich wenigstens in die richtige Richtung. Trotz des ungewohnten, riesigen Autos läuft die Fahrt ganz geschmeidig. Bis auf einige Besonderheiten im amerikanischen Straßenverkehr, die ich vorher noch nicht kannte. Ich fahre also auf dem Highway oder Freeway, oder was auch immer für eine Straße, so vor mich hin, als auf einmal eine Kreuzung mitten im Nirgendwo auftaucht. Schilder sehe ich keine, gehe also etwas vom Gas und fahre einfach weiter. Aber im Rückspiegel sehe ich, dass der Wagen hinter mir angehalten hat, obwohl kein Auto kommt. Keine Ahnung, was das für eine Regel ist. Auch kurios; An der Kreuzung fährt der zuerst, der als Erster an der Kreuzung war. Links und rechts überholen auf der Autobahn ist auch ganz normal. Manche schleichen mit 40 mph auf der linken Spur, ohne mit der Wimper zu zucken! Ich lasse mich von ein paar Autos überholen, folge denen und beobachte, was die in manchen Situationen machen. So ergibt sich langsam ein Bild und wenn man die Regeln mal drin hat, ist fahren in den USA total easy.

Yosemite Bug

Gegen 17 Uhr komme ich in Midpines an. Das Yosemite Bug Rustic Mountain Resort hat ein eigenes Schild an der Straße, ist nicht zu übersehen. Über einen kurzen Schotterweg bergauf kommt man zum Parkplatz. Oberhalb davon ist die Rezeption, wo immer ein freundlicher Mitarbeiter zu finden ist. Wirklich, ich komme da rein und werde begrüßt, als würden wir uns schon jahrelang kennen. Das macht den ganzen Check-In usw. ganz entspannt und ich fühle mich auf Anhieb wohl hier. Yosemite Bug ist nicht nur ein Resort, die haben also nicht nur ganze Hütten zu vermieten. Es ist auch gleichzeitig das HI Midpines Yosemite Bug Hostel. Und das bedeutet günstige Dorm Rooms und Rabatte mit der HI Hostel Mitgliedskarte !

Yosemite Bug Hostel Resort Kalifornien USA

Meinen Cadillac parke ich auf dem oberen Parkplatz und gehe dann runter in eine der Hostel-Hütten. Das ganze Gelände – mitten im Wald, überall stehen hohe Bäume, dazu die Holzhütten – das hat echt einen tollen, rustikalen Charme. In der Hütte sind 2 offene Zimmer mit insgesamt 6 Etagenbetten, wenn ich mich richtig erinnere. Und 2 Badezimmer, eins mit Toiletten und eins mit Duschen. Alles sauber und ordentlich. Es sind auch ein paar Leute da, mit denen ich schnell ins Gespräch komme. Ich habe aber heute nur gefrühstückt und mega Kohldampf, also gehen wir rauf ins Cafe etwas essen und ein paar Bier trinken.

Yosemite Bug Hostel Resort Kalifornien USA

Die meisten reisen morgen ab oder wollen nicht in den Nationalpark rein. Ein Japaner allerdings, er heißt Masaki, würde mitkommen, denn er ist auch heute erst angekommen und will unbedingt Yosemite sehen. Das ist für mich natürlich super, denn den ganzen Tag alleine wandern kann schnell sehr langweilig werden. Da ist es gut, wenn man sich mit jemandem unterhalten kann unterwegs. Die täglich wechselnden Gerichte im Cafe sind übrigens der Knaller ! Frische Zutaten aus der Gegend und so mega lecker, echt genial. Es gibt zwar auch eine Küche neben der Rezeption, wo man selbst kochen kann, aber mein Budget verlangt zum Glück nicht, dass ich mich nur von Nudeln mit Tomatensoße ernähre 😉

Yosemite Bug Hostel Resort Kalifornien USA

Yosemite National Park

Yosemite Map Bug Hostel Kalifornien USA

Über den Central Yosemite Hwy 140 fahren wir am nächsten Morgen Richtung Park, immer am Merced River entlang. Allein schon auf dieser Strecke halten wir mehrfach an, um den reißenden Fluss aus der Nähe zu sehen und die Größe der Felsbrocken mal einzuschätzen, die überall am und im Wasser liegen. Viele sind größer als mein Cadillac.

Merced River Hwy 140 Yosemite Kalifornien USA

Am Eingang zum National Park zeige ich meinen „America the Beautiful Annual Pass“ vor. Den hatte ich vorab bei eBay zum halben Preis gekauft. Mit diesem Pass hat man 1 Jahr freien Eintritt in alle 2000 US-Nationalparks. Auch die Leute mit mir im Auto haben durch diesen Pass freie Fahrt, somit hat sich Masaki mal locker 15 USD Eintritt gespart.

Arch Rock Entrance to Yosemite National Park Hwy 140 Kalifornien USA

Unser erster Stopp ist Tunnel View. Wir folgen also den Schildern Richtung Bridalveil Fall, von da ist Tunnel View nicht zu übersehen. Mit der Karte, die wir am Eingang bekommen haben, kann man sich ganz leicht im Park orientieren. Jetzt ist das so ne Sache mit Tunnel View. Ich glaube, wir sind zu spät. Oder viel zu früh. Sonnenaufgang wäre vermutlich ganz schön gewesen. Jetzt, um kurz vor 8 Uhr, steht die Sonne schon so hoch, dass ich keine guten Bilder mehr hinbekomme. Man kann zwar links den fetten El Capitan erkennen, ganz weit hinten Half Dome und unten in der Mitte den Bridalveil Fall – aber das Licht blendet schon echt doof. Dummerweise sind wir nicht zum Sonnenuntergang nochmal hergekommen 🙁 Das bereue ich schon sehr ! Da hat man nämlich die untergehende Sonne im Rücken und tolles Licht auf den Bergen. Definitives MUST DO beim nächsten Mal.

Tunnel View Yosemite National Park Kalifornien USA

Auf dem Rückweg zur „Hauptstraße“ durch den Park halten wir noch kurz am Bridalveil Fall. Über einen kurzen Weg kommt man vom Parkplatz zum Aussichtspunkt. Überhaupt muss man zu den Viewpoints nie weit laufen. Machen die meisten auch nicht. Das gute daran ist, wenn man nur etwas weiter als bis zum Aussichtspunkt geht, ist man fast ganz für sich alleine! So kann ich auch mal einen der Baumriesen ungestört umarmen 🙂

Bridalveil Fall Yosemite National Park Kalifornien USA

Treehugger Yosemite National Park Kalifornien USA

Als nächstes halten wir an einem Parkplatz, auf halbem Weg zum Yosemite Village. Obwohl schon überall Autos und Wohnmobile stehen, treffen wir nur selten auf andere Menschen. Hier im Yosemite Valley ist einfach alles so riesengroß, da verlieren sich die Massen an Touristen schnell. Wir laufen am Merced River entlang, der hier ganz gemächlich fließt, und staunen über die gewaltige Präsenz der uns umgebenden Natur. Es ist so friedlich und wunderschön hier! Die Yosemite Falls sehen wir auch von hier unten. Wir haben uns vorgenommen, da heute rauf zu steigen. Im Moment sieht das unmöglich zu schaffen aus 🙂

Yosemite Valley Yosemite Falls Lookout National Park Kalifornien USA

Yosemite Falls Trail

Wir parken den Wagen auf dem Parkplatz des einzigen Supermarkts, kaufen uns noch ein paar Snacks und brechen auf zum 5,5 km langen Upper Yosemite Falls Trail. Dieser Wasserfall ist dreigeteilt, insgesamt ist er 739 Meter hoch und somit der höchste Wasserfall Nordamerikas und der fünfthöchste der Welt. Über 100 Serpentinen führen uns Wanderer stetig bergauf, es ist steil und anstrengend und Zwischenstopps sind keine Seltenheit. Während dieser Pausen wandert der Blick immer wieder ins Tal und auf die gegenüberliegenden Berge.

Upper Yosemite Falls Trail National Park Kalifornien USA

Kurz zur Erklärung, warum ein Ärmel lang ist und der andere hochgekrempelt: Das ist kein merkwürdiger neuer Modetrend ! Mein Tattoo aus Neuseeland ist noch frisch und ich soll es vor direkter Sonneneinstrahlung schützen in den ersten Wochen.

Nach einer Weile erreichen wir keuchend die Middle Cascades. Hier prallt das Wasser nach einem Sturz aus 435 Metern auf die Felsen, fließt dann über die Middle Cascades 206 Meter runter und fällt dann noch einmal 98 Meter über die Lower Falls.

Upper Yosemite Falls Trail National Park Kalifornien USA

2-2,5 Stunden später kommen wir oben an. Der Weg ist stellenweise echt brutal zu gehen. Die Stufen sind oft nicht mal einen halben Schuh lang, was es ziemlich anstrengend macht, die Treppen zu erklimmen, die teilweise angelegt wurden. Es wird auch von verschiedenen Quellen (zB. dem Yosemite Guidebook) abgeraten, im Hochsommer tagsüber auf die Upper Falls zu wandern. Ganz einfach deshalb, weil man gerade am Ende des Trails, wo es richtig steil wird, ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Und wenn man startet, dann nur mit literweise Wasser !

Heute ist der 03. April und es liegt noch Schnee hier oben. Trotz der Sonne ist es auch ein wenig kühler als noch auf dem Weg bergauf. Das kommt uns sehr entgegen, denn die Köpfe und Füße glühen nach diesem Aufstieg.

Upper Yosemite Falls Trail National Park Kalifornien USA

Nachdem der große Durst mit herrlich frischem Schmelzwasser gestillt ist und die Wasserflaschen alle wieder aufgefüllt sind, erkunden wir ein wenig die Gegend um den Fluss. Nur ein paar Meter weiter stürzt hier der Yosemite Creek über die Upper Yosemite Falls in die Tiefe, wie schon erwähnt 739 Meter. Trotzdem kann ich mich nicht dagegen wehren, auf den Felsen herumzuklettern. Dass ich als Kind in Norwegen einmal fast in einen Wasserfall gestürzt wäre, habe ich in dem Moment gerade vergessen 😉

Upper Yosemite Falls Trail National Park Kalifornien USA

Hier oben gibt es natürlich noch einige Viewpoints, die auch ausgeschildert sind. Upper Falls Overlook, Yosemite Point, North Dome. Am Yosemite Point befindet sich an der Kante ein klappriges Metallgeländer. Durch meine Höhenangst komme ich aber nicht nah genug ran, um auszutesten, ob es vielleicht doch stabil ist. Und auch den Blick runter ins Tal genieße ich nur kurz, ans fotografieren ist da nicht zu denken. Masaki ist da schon etwas mutiger und macht unbeschwert seine Fotos.

Yosemite Point National Park Kalifornien USA

Zwischen dem Yosemite Point und dem North Dome machen wir eine lange Mittagspause, auf etwa 2000 Meter Höhe. Wir verputzen unsere Sandwiches, lüften die Schuhe und machen auch ein kleines Nickerchen. Es sind kaum andere Wanderer hier oben und mit den wenigen ergeben sich immer wieder nette Smalltalks.

Yosemite Point Half Dome National Park Kalifornien USA

Und hier ist der Lohn für alle die Mühen: Half Dome ! Das Wahrzeichen des Parks. Ein 2693 Meter hoher Berg in Form einer Halbkugel. Dahinter das von Schnee und Eis bedeckte Gebirge der Sierra Nevada. Das sind alles Namen, die hat man schon gehört. Vor allem die Sierra Nevada. Schon als Kind habe ich den Namen in etlichen Western gehört. Und jetzt stehe ich genau gegenüber und kann das alles in mich aufsaugen, während ich von Glücksgefühlen überschwemmt werde.

Half Dome Yosemite National Park Sierra Nevada Kalifornien USA

Lautet nicht ein ungeschriebenes Gesetz der Berge „Beschwerliche Aufstiege werden mit atemberaubenden Ausblicken belohnt“ ? Da kann ich nur zustimmen !

Die letzte Station auf diesem Trail ist für uns noch der Upper Falls Overlook. Alter !! Wenn ich bisher schon an 1-2 Punkten etwas Höhenangst hatte…das war noch gar nichts! Um direkt neben der Kante der Yosemite Falls stehen zu können, muss man nochmal ordentlich die Backen zusammenkneifen. Es geht richtig steil abwärts an der einen Seite und das wiederum wacklige Geländer trägt auch nicht all zu viel dazu bei, dass ich mich sicher fühle. Irgendwie schaffe ich es aber trotzdem bis nah an die Kante. Hier hat man eine Wahnsinns Aussicht runter ins Yosemite Valley und in die andere Richtung auf den Fluss, bevor er am unteren Bildrand in die Tiefe stürzt.

Upper Yosemite Falls National Park Kalifornien USA

Insgesamt sind wir etwa 6 Stunden unterwegs, als wir wieder unten am Trailhead ankommen. Ich habe mir auf den blöden Baby-Stufen bergab natürlich wie erwartet ein paar ordentliche Blasen gelaufen, aber das ist ein kleiner Preis für dieses großartige Erlebnis heute. Mit dem Shuttlebus fahren wir zum Auto und dann geht es Richtung Hostel. Wie Eingangs schon erwähnt: Wir haben dummerweise nicht nochmal am Tunnel View angehalten. Es ist zwar noch locker 2 Stunden bis Sonnenuntergang, aber besseres Licht hätte es auf jeden Fall gehabt. Aber wir sind einfach total K.O. und wollen nur noch ins Hostel, unter die Dusche und dann ins Cafe – was leckeres essen und ein paar Bier trinken zur Feier des Tages…

Tuolumne & Merced Grove

„Grove“ bedeutet übersetzt Wäldchen oder Hain. Mehrere Bäume halt. Davon gibt es im Yosemite National Park einige. Die 3 bekanntesten sind:

Da Mariposa Grove noch bis Herbst 2017 gesperrt ist, wegen Reparatur- und Umbauarbeiten, besuche ich stattdessen die anderen Groves. Nach den Eukalyptusbäumen in Australien und den Kauri Bäumen in Neuseeland möchte ich hier in den USA auch die typischen Bäume der Westküste sehen.

Zusammen mit Masaki mache ich mich nach dem Frühstück auf den Weg in den Park. Wieder über Hwy 140, am Eingang den Pass vorzeigen (und nichts zahlen), dann aber im Park auf die Big Oak Flat Road links abbiegen. Unterwegs gibt es noch tolle Viewpoints, wo es sich lohnt anzuhalten, wenn Plätze frei sind. An einer Weggabelung steht eine Tankstelle, zum Glück. Mein Cadillac verbraucht nicht so extrem viel wie andere große SUV´s, aber der Tank ist inzwischen halb leer, also tanke ich mal lieber voll solange ich noch einen Beifahrer habe, der sich beteiligt 😉 Wir fahren zuerst zum Merced Grove.

Das Schild am Parkplatz sagt, wir sollen viel Wasser mitnehmen für einen 3-4 -stündigen, anstrengenden round trip. Tatsächlich geht es die ganze Zeit bergab, der Rückweg wird also etwas härter, besonders mit der Wanderung von gestern in den Beinen 🙂 Wir gehen aber auch nicht den gesamten Weg, sondern wirklich nur bis zu einer großen Gruppe der besagten Sequoias.

Merced Grove Sequoias Yosemite National Park Kalifornien USA

Staunend stehen wir mit den Köpfen nach oben da. Diese Riesen sollen also noch zu den kleinen Exemplaren gehören ? Dann sind wir ja mal gespannt, was uns bei dem anderen Grove erwartet.

Merced Grove Sequoias Yosemite National Park Kalifornien USA

Der Weg zurück zum Parkplatz ist wirklich anstrengend, gut dass wir nicht zu tief in den Wald gewandert sind. Es ist aber auch so schön hier. Die Sonne strahlt durch die Baumwipfel, es ist ganz still bis auf die Geräusche des Waldes…und spannend auch. Werden wir hier einem Schwarzbär, einem Berglöwen oder gar Sasquatch über den Weg laufen ??

Merced Grove Sequoias Yosemite National Park Kalifornien USA

Merced Grove Sequoias Yosemite National Park Kalifornien USA

Ein kurzes Stück fahren wir über die Tioga Road, bis zum Tuolumne Grove Trailhead. Ab hier ist die Straße gesperrt, zu viel Schnee. Für den round trip werden 2-3 Stunden veranschlagt. Wieder geht es bergab. Auf dem Weg liegt ein fetter Baumstamm, der noch nicht auf Seite geräumt wurde. Vor einer Weile gab es einen ordentlichen Sturm, wodurch eine Menge Bäume umgefallen sind. Die Wurzeln dieser Sequoias wachsen nämlich nicht nach unten, sondern flach unter der Oberfläche in die Breite. Dadurch haben sie anscheinend nicht so guten Halt und kippen bei Sturm schonmal um.

Tuolumne Grove Sequoias Yosemite National Park Kalifornien USA

Ein „Highlight“ soll wohl der Tunnel Tree sein. Auf den wird am Parkplatz extra hingewiesen. 1878 hat jemand in einen toten Baumstumpf diesen Tunnel geschnitten und seitdem ist Tuolumne Grove bei Touristen scheinbar beliebt. Kann ich jetzt nicht ganz nachvollziehen, so der Wahnsinn ist das jetzt nicht, oder ?

Tuolumne Grove Tunnel Tree Sequoias Yosemite National Park Kalifornien USA

Spannender finde ich da die Durchmesser der umgestürzten Bäume. Laut Wikipedia können manche Exemplare einen Durchmesser von bis zu 7 Metern erreichen. Ich schätze mal, der hier hat so 4 Meter gehabt, bevor er irgendwann schlapp machte 😉

Tuolumne Grove Sequoias Yosemite National Park Kalifornien USA

Gegen 14 Uhr müssen wir dann Schluss machen. Ich habe Masaki versprochen, ihn ins Yosemite Village zum Bus zu bringen, er will heute Richtung San Francisco fahren. Nachmittags bin ich zurück im Hostel und hänge eine Weile mit neuen Zimmerkameraden rum. Außerdem Wäsche waschen und ein paar Notizen aufschreiben. Abends sitzen wir im Cafe und genießen das leckere Essen. Und das gratis WiFi 🙂 Ich muss nämlich die nächsten Tage planen. Morgen reise ich ab und weiß noch nicht, wo ich übernachten werde Oo

Nur eins steht im Moment fest: In 21 Tagen geht mein Flieger von Seattle zurück nach Hause!

Der Yosemite National Park war auf jeden Fall ein gelungener Auftakt zu meinem Roadtrip an der US-Westküste. Die gigantische Natur und diese Ausmaße haben mich öfters einfach nur sprachlos dastehen lassen. Einfach nur da sein und genießen. Dazu kommt noch die super Unterkunft im Yosemite Bug Hostel, ganz nah am National Park dran. Hier komme ich auf jeden Fall nochmal hin, soviel ist mal sicher!

Tuolumne Grove Sequoias Yosemite National Park Kalifornien USA

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8 thoughts on “Yosemite National Park

  1. Michael

    Toller Bericht, herrliche Bilder. Die wecken so viele schöne Erinnerungen! Der Yosemite ist für mich einer der schönsten Nationalparks, die ich je besucht habe!

    Vielen Dank auch für die Verlinkung!

    Lg Michael

    Reply
    1. Schwerti Post author

      Ich danke Dir für den lieben Kommentar, Michael!
      Ich habe noch nicht so viele Nationalparks besucht, aber Yosemite war USA-mässig echt ein riesen Highlight.
      Bei Deinen super Beiträgen wird das vermutlich nicht die letzte Verlinkung sein 😉 Bin immer fleissig am stöbern bei Dir.

      Reply
  2. Jens

    Hi Schwerti,
    da hast Du ja nicht zuviel versprochen in dem letzten Bericht. Yosemite stand sowieso auf unserer Liste. Aber das es so genial da aussieht, hätte ich nich gedacht. Die Vorfreude wächst mit jedem deiner Berchte mehr!
    VG, Jens

    Reply
    1. Schwerti Post author

      Schön, dass Du wieder reingeschaut hast Jens! Yosemite ist in natura der Wahnsinn, man kann es kaum beschreiben. Wenn Ihr den auf Eurer Route einplant, garantiere ich Euch, dass er nicht enttäuschen wird. Und keine Sorge, es kommen noch einige Berichte mit noch mehr schönen Orten 😉

      Reply
  3. Marc

    Hi Schwerti,
    ein toller und super ausführlicher Artikel. Da bekomme ich Lust, direkt wieder hinzufahren! Ich bin bei meinem Besuch zu den Vernal & Nevada Falls gewandert. Deine Fotos von der Yosemite-Falls-Wanderung sehen noch ein Stück beeindruckender aus…
    Cheers, Marc

    Reply
    1. Schwerti Post author

      Hey Marc, danke Dir !
      Ja die Yosemite Falls rauf zu steigen war super. Deine Bilder von Vernal & Nevada Falls sehen aber auch richtig gut aus. Und ich bin total neidisch auf Deine Aussicht vom Glacier Point. Das ist ja echt der Wahnsinn. Irgendwann fahre ich da eh nochmal hin, das steht fest, und dann geh ich auch zum Glacier Point. War damals leider gesperrt.
      VG, Schwerti

      Reply
  4. Magdalena

    Hallo Schwerti!
    Ganz toller Bericht! Ich habe es bei meinem USA-Trip erst gar nicht in den Nationalpark geschafft. Wir kamen vom Mono Lake und hätten über den Tioga Pass fahren müssen, der aber Ende September wegen Schneefall doch ziemlich plötzlich gesperrt war – und der Zeitplan hat nichts anderes erlaubt.

    Aber deine Bilder zeigen mal wieder, dass das bei meinem nächsten Trip auf jeden Fall eingeplant werden muss.

    Liebe Grüße
    Magdalena

    Reply
    1. Schwerti Post author

      Vielen Dank, Magdalena !
      Die Ecke, die Du in den USA besucht hast, will ich mir auch irgendwann mal vornehmen. Krass, dass schon im September der Tioga Pass gesperrt war. Scheint eine kurze Saison da oben zu sein. Freut mich auf jeden Fall, dass Dir der Bericht gefällt und Du zum Yosemite willst. Wenn ich mir ein Highlight aus meiner USA-Reise rauspicken müsste, wäre es vermutlich dieser Park.

      VG, Schwerti

      Reply

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