Reichen 3 Tage aus, um New York City zu erkunden? Die meisten Besucher dieser großartigen Stadt würden wohl ganz klar Nein sagen. Bei der Masse an Sehenswürdigkeiten wären wohl eher 3 Monate angebracht. Und auch dann erhältst Du nur einen kleinen Einblick in das vielfältige Leben der größten Stadt der USA.

Ich hatte nur 3 Tage, um mir New York anzusehen. Wenn Du wissen willst, was ich erlebt habe und welche Tipps ich Dir für einen Besuch geben kann, dann viel Spaß mit diesem Reisebericht.

Warum New York City ?

Der Grund für meinen New York Besuch sind nicht die vielen Sehenswürdigkeiten, oder was die Stadt sonst noch zu bieten hat. Ich bin hier, um mich mit meinem Travelbuddy Jeff zu treffen, der im East Village wohnt. Kennengelernt haben wir uns 2016 bei einer Bootstour in den Whitsunday Islands in Australien. Einer dieser ganz wenigen Kontakte, mit denen man auch nach der gemeinsamen Tour noch schreibt. Darüber bin ich natürlich sehr froh, denn unsere Interessen decken sich ganz gut. Mitte 2017 haben wir angefangen, eine gemeinsame Mittelamerika Rundreise zu planen. So richtig gut kommt man da von Deutschland aus allerdings nicht hin. Da ich eh über den großen Teich muss, und es von New York aus einigermaßen günstige Flüge nach Panama City gibt, verlängere ich das Umsteigen auf 3 Tage Aufenthalt in NY.

New York: Anreise und Unterkunft

Normalerweise versuche ich, ohne Zwischenstopp so schnell wie möglich an mein Ziel zu kommen, um keine wertvolle Urlaubszeit zu vergeuden. Im Fall “Anreise nach New York” ist das allerdings zum Zeitpunkt der Flugbuchung ein teurer Spaß, denn Direktflüge finde ich nur ab Frankfurt für über 600 EUR. Bei Skyscanner entdecke ich zum Glück eine Alternative: Frankfurt -> Reykjavik -> New York mit Icelandair.

Für 450 EUR in 11 Stunden nach New York City zu kommen finde ich in Ordnung und buche diese Verbindung. Das Bahnticket von Köln nach Frankfurt kostet 26 EUR zusätzlich. Aber immerhin kommt der Zug pünktlich, der Check-in am Flughafen läuft problemlos und der Flieger nach Reykjavik startet nach Plan. Durch die Zeitdifferenz von 2 Stunden wird aus dem Umstieg ins nächste Flugzeug allerdings ein kleines Abenteuer. Der Sicherheitscheck dauert viel zu lange und am Ende habe ich knappe 10 Minuten, bis das Boarding für den Flug nach NY beginnt. Hier kalkuliert die Fluggesellschaft bewusst zu knapp, finde ich. Und auch an Bord wird bei Icelandair gespart. Es gibt keine Mahlzeiten gratis und ein Entertainment System ist auch nicht vorhanden.

Die Einreise am Flughafen JFK in New York dauert mindestens eine Stunde. Es ist 19 Uhr und nur etwa die Hälfte der Schalter sind besetzt. Das übliche Prozedere der Einreise in die USA ist man ja inzwischen gewohnt. Warum die allerdings wissen wollen, was ich in Panama geplant habe? Naja.
Anstatt anschließend sehr günstig mit dem Zug nach Manhattan zu fahren, gönne ich mir ein Shuttle für 25 USD. Ich werde als letzter abgesetzt und der Fahrer beschwert sich mit einem Augenzwinkern, dass ich so weit weg auf der Upper West Side wohne.

Unterkunft in New York City

Für die nächsten 4 Nächte wohne ich im HI New York City Hostel in einem 8er Dorm. Das Hostel ist in einem historischen Gebäude im viktorianischen Stil untergebracht und es ist das größte Hostel, in dem ich je war. Hier müssen aktuell hunderte Leute wohnen. Das Zimmer ist aber ausreichend groß, das Badezimmer auf dem Flur ist meistens sauber und auch die Küche im Keller hat alles, was man braucht. Solltest Du keine Lust auf Selbstverpflegung haben, gibt es an der Bar rund um die Uhr Essen und Getränke zu kaufen. Und die Mitarbeiter im gesamten Hostel sind super freundlich und hilfsbereit!

HI New York City Hostel Upper West Side Broadway

Warum habe ich mich für dieses Hostel entschieden? Es ist unter all den Hostels in New York City nicht das günstigste, aber die Hostels der HI-Kette haben eigentlich alle einen sehr hohen Standard. Außerdem ist der Preis für ein Bett immer noch SEHR viel günstiger, als die meisten Hotelzimmer in Manhattan. Hinzu kommt noch die günstige Lage. Das Hostel ist nur 15 Minuten vom Central Park entfernt, der Broadway ist um die Ecke und zur nächsten Bahnstation ist es auch nur einen Block weit. Die sehenswerte Columbia University ist ebenfalls nur ein paar Minuten entfernt, die schaffe ich aber leider nicht zu besuchen.

Adresse: 891 Amsterdam Ave, 10025 New York // Preis Bett/Nacht: 51 EUR (Stand 2018)

Wanderung zu den New York Sehenswürdigkeiten

Ja richtig, Wanderung. Ich habe mich gestern Abend für eine geführte Tour zu den Sehenswürdigkeiten von New York City angemeldet. Die Tour wird vom Hostel organisiert und startet auch hier. Die Zeit ist mit 12-13 Stunden angegeben, und davon ist man locker 10 Stunden zu Fuß unterwegs. Daher auch Wanderung zu den Sehenswürdigkeiten.

Tipp
Um für diesen Tag gerüstet zu sein, empfehle ich folgende Dinge dabei zu haben: U-Bahn Karte, Geldbeutel, Sonnenschutz, Regenjacke oder Regenschirm, große Wasserflasche, bequeme Schuhe, Snacks, Reserveakkus

Du findest die Tour auch bei Tripadvisor unter Jerry´s Grand Tour of New York City. Jerry ist 80 Jahre alt und macht diese Tour 2-3 mal pro Woche, er ist also ziemlich fit für sein Alter. Allerdings hat Jerry auch endlos viele Geschichten aus seinem bewegten Leben auf Lager. Was ja eine tolle und interessante Sache ist. Nur bekommt unsere Gruppe etliche Anekdoten erzählt an Orten, wo wir vielleicht lieber etwas zu dem hören würden, was wir gerade sehen.
Einige aus der Gruppe haben nach 3-4 Stunden genug und verabschieden sich. Bis zum Ende halten es immerhin 6-7 Teilnehmer aus. Jerry geht auch oft nicht auf Fragen ein, sondern erzählt stattdessen eine seiner Geschichten. Man könnte ihn als exzentrisch bezeichnen.

Hier der geplante Ablauf der Tour:

  • Brooklyn Heights, Lunch on Promenade
  • Brooklyn Bridge
  • Ground Zero
  • Wall Street and Battery Park
  • Staten Island Ferry
  • Chinatown, Little Italy, SoHo
  • East Village
  • Grand Central Station
  • Times Square

Die Tour startet um 10 Uhr am Hostel und schon auf dem kurzen Weg zur U-Bahn lerne ich einige der Teilnehmer kennen. Es sind zum Glück alles aufgeschlossene, nette Leute aus aller Welt, die diesen langen Tag zu einem tollen Erlebnis machen.
Da einige noch kein U-Bahn Ticket besitzen, erklärt Jerry, welche Arten von Tickets es gibt. Als dann alle ihre Fahrkarten haben, nehmen wir die nächste Bahn nach Brooklyn.

Brooklyn

Ich kann mir die Station nicht merken, bei der wir in Brooklyn aussteigen. Aber Jerry führt uns nur ein paar Minuten bis zu einem kleinen Deli. Hier können wir uns etwas zu essen für später kaufen. Allerdings ist an der Sandwich-Theke nur ein Mitarbeiter und die Zubereitung dauert locker 5 Minuten. Zum Glück wollen nur wenige aus der Gruppe so ein Sandwich haben. Mit dem Mittagessen versorgt gehen wir Richtung Uferpromenade von Brooklyn und kommen unterwegs an den typischen Treppenaufgängen vorbei, für die Brooklyn Heights bekannt ist.

Brooklyn New York Treppenaufgänge

Kurz darauf erreichen wir die Uferpromenade im Brooklyn Bridge Park. Was für ein Anblick! Für die meisten unserer Gruppe ist es das erste Mal, dass wir Manhattan so als ganzes sehen. Die Aussicht über den East River hinweg auf die Wolkenkratzer von Lower Manhattan ist einfach grandios. Jerry hat wirklich einen guten Ort für´s Mittagessen ausgesucht. Hier haben wir genug Zeit, die Aussicht auf uns wirken zu lassen und Fotos zu machen.

New York Manhattan Skyline Brooklyn Bridge Park

Nach der Pause geht es weiter. Am Ufer entlang kommen wir der Brooklyn Bridge langsam näher und können immer besser erkennen, was für ein gewaltiges Bauwerk die Brücke aus dem Jahr 1883 ist. Immerhin ist sie 1,8 km lang, 41 Meter hoch und wiegt ohne die Türme stolze 13.000 Tonnen.

New York Brooklyn Bridge

Am Aufgang zur Brücke verabreden wir mit Jerry, uns in 40 Minuten auf der anderen Seite zu treffen. So lange dauert laut Jerry die Überquerung, wenn man ab und zu für Fotos anhält. Ich bin plötzlich einer von 4000 Fußgängern, die die Brooklyn Bridge täglich überqueren. Wie die meisten Besucher staune ich über all die Dinge, die man aus dem Fernsehen kennt. Kaum zu fassen, nun plötzlich live davor zu stehen!

New York Brooklyn Bridge

New York Manhattan Bridge von der Brooklyn Bridge aus

Manhattan Bridge von der Brooklyn Bridge aus

New York Brooklyn Bridge Blick auf Manhattan

Manhattan

Tatsächlich dauert die Überquerung der Brooklyn Bridge etwa 40 Minuten. Je näher man Manhattan kommt, desto höher ragen die Wolkenkratzer des Financial Districts vor einem auf. Ich weiß nichts über den Stil der Gebäude, aber einige gefallen mir optisch schon ganz gut, unter anderem das Woolworth Building mit seinen fantastischen Stuckarbeiten und das Municipal Building.

New York Manhattan Woolworth Building

Woolworth Building

New York Manhattan Woolworth Building

New York Manhattan Municipal Building

Manhattan Municipal Building

Zu Fuß spazieren wir durch Lower Manhattan. Jerry hält mit uns an der Oculus Train Station, die direkt unterhalb des One World Trade Center zu finden ist und optisch sehr heraus sticht.

New York Manhattan The Oculus Train Station

New York Manhattan The Oculus Train Station von innen

The Oculus Train Station von innen

Das 9/11 Memorial finde ich extrem beeindruckend und bin zugleich überrascht, wie gering die Grundfläche des ehemaligen World Trade Centers war.

New York Manhattan 911 Memorial

New York Manhattan One World Trade Center Battery Park

Im Battery Park machen wir ein Gruppenfoto und danach 30 Minuten Pause, bevor es zum Schiffsanleger der Staten Island Ferry geht. Die Fähre ist gratis und fährt Non-Stop nach Staten Island. Für Touristen wie uns gibt es nur einen Grund, diese Fähre zu nehmen: Sie fährt relativ nahe an Liberty Island vorbei und man hat eine tolle Sicht auf die Freiheitsstatue, eines der Wahrzeichen von New York City und eigentlich der gesamten USA.

New York City Staten Island Ferry Manhattan Skyline

New York Staten Island Ferry Freiheitsstatue

Auf der Fähre braucht man allerdings einen guten Zoom für Lady Liberty, denn so nah wie mit den kostenpflichtigen Ausflugsbooten kommt man der Freiheitsstatue nicht. Die Fähre wird auch nicht langsamer, während sie Liberty Island passiert. Auf Staten Island angekommen, verlassen wir mit allen anderen Fahrgästen die Fähre und stellen uns direkt wieder in die Schlange für die Fahrt zurück nach Manhattan. Dieses Mal nutzen wir die kurze Fahrt allerdings nicht für Fotos, sondern um ein kurzes Nickerchen zu machen.

New York Staten Island Ferry Freiheitsstatue

Es wird insgesamt ein echt langer Tag. Wir ziehen noch durch Chinatown, Little Italy (was tatsächlich extrem Little geworden ist), dann durch´s East Village. Und wir schaffen es irgendwie zur Grand Central Station, ohne das Flatiron-, Chrysler- oder Empire State Building gesehen zu haben. Die Grand Central ist auch nicht so leicht zu fotografieren, also lasse ich es gleich sein. Unser letztes Ziel für heute ist der weltbekannte Times Square.

Hier bekommen wir von Jerry den Tipp, keine Fotos mit den vielen verkleideten Leuten zu machen, die überall die Touris anquatschen. Die wollen nämlich anscheinend nach dem Foto Geld dafür haben und werden echt unfreundlich – sogar für New Yorker Verhältnisse – wenn man nichts rausrückt. Das beeindruckendste am Times Square ist für mich, dass hier keine Autos mehr fahren, so wie ich es aus Filmen der 80er und 90er kenne. Der ganze Bereich ist eine Fußgängerzone!

New York City Times Square

Es ist etwa 23 Uhr, als wir uns von Jerry verabschieden. Wir steigen in die U-Bahn, fahren zurück zum Hostel und setzen uns noch eine Weile in die Küche, bis dann die Müdigkeit siegt. Für den ersten Tag in New York City haben wir schon eine ganze Menge gesehen, aber das hätte man auch ohne Tour in kürzerer Zeit schaffen können.

Besorge Dir einfach eine Wochenkarte für die U-Bahn und eine Karte der Sehenswürdigkeiten von New York und ziehe auf eigene Faust los. So kannst Du auch Sachen auslassen, die Dich vielleicht nicht interessieren. Auf der anderen Seite lernst Du bei so einer Tour im Idealfall coole Fakten und auch ein paar nette Leute kennen. Das kannst nur Du entscheiden.

Viele nützliche Tipps – vor allem wie Du NY günstig erleben kannst – bekommst Du
bei Kathi auf ihrem Blog Kulturtänzer

Spaziergang durch den Central Park und Midtown Manhattan

Am nächsten Morgen schaue ich aus dem Fenster und traue meinen Augen nicht – es schneit und die Bürgersteige sind voll mit Schnee. Damit hätte ich Anfang April irgendwie nicht gerechnet.
Beim Frühstück treffe ich einige Teilnehmer der gestrigen Tour wieder und wir verabreden uns, in einer Stunde in den Central Park zu gehen. So ein bisschen Bewegung an der frischen Luft tut gut. Ich wollte sowieso in den Park, weil ich unbedingt die Bow Bridge sehen will, die man zB. aus “Highlander” kennt.

New York City Central Park Schnee

Wir arbeiten uns von Norden nach Süden durch den Park. Es sind kaum Menschen unterwegs, was es sehr angenehm macht hier entlang zu spazieren. Wir kommen zufällig an Strawberry Fields vorbei, dem John Lennon Denkmal. Und am Bethesda Fountain, den man in fast jedem New York Film sieht. Zum Schluss noch ein Blick auf die Bow Bridge, dann steigen wir am südlichen Central Park West in die U-Bahn und fahren ein paar Stationen nach Midtown, wo wir eine Weile Souvenirs shoppen.

New York City Central Park

New York City Central Park Bow Bridge

Central Park Bow Bridge

Im rappelvollen Shake Shack gönnen wir uns ein paar leckere Burger zur Stärkung. Und dann gibt es einen echten Schock: Wir sind im Rockefeller Center und wollen Tickets für die Aussichtsplattform Top of the Rock kaufen, da sagt uns der Mitarbeiter, dass wir in frühstens 6 Stunden nach oben fahren können! So lange werden wir auf keinen Fall noch durch New York City laufen, eigentlich wollten wir so langsam wieder Richtung Hostel steuern. Also kaufen wir keine Karten, sondern schlendern weiter ziellos umher.

New York City Stock Exchange

New York City Stock Exchange

New York City Fire Escapes

Mein letztes Bild des Tages schieße ich von der St. Patrick´s Cathedral. Eine prächtige, neugotische Kirche direkt gegenüber des Rockefeller Centers. So ein wundervolles Gebäude hätte ich zwischen den riesigen Wolkenkratzern gar nicht erwartet. Natürlich erinnert mich die Kirche aus dem Jahre 1879 sehr an den Dom zu Hause, auch wenn sie unserer Kathedrale nicht an Schönheit gleich kommt.

New York City St Patricks Cathedral

Es war einmal in Amerika

An meinem letzten vollen Tag regnet es morgens in New York City. Trotzdem mache ich mich auf den Weg nach Brooklyn, denn es gibt noch eine Sache, die ich unbedingt sehen muss, bevor ich morgen nach Panama fliege. Als Fan der großen Gangsterfilme mit Robert de Niro kenne ich “Es war einmal in Amerika” von Sergio Leone schon seit Jahren. Das Poster mit der Manhattan Bridge im Hintergrund hat mich schon immer fasziniert und heute sehe ich endlich, wo es aufgenommen wurde.

New York Dumbo Brooklyn Es war einmal in Amerika

Nämlich in Brooklyn, im Viertel Dumbo. Dumbo steht für “Down under Manhattan Bridge Overpass” und liegt so ziemlich zwischen der Brooklyn Bridge und der namensgebenden Manhattan Bridge. Wenn Du von der Brooklyn Bridge runter kommst, musst Du nur links auf die Washington Street gehen und läufst automatisch auf die roten Backsteingebäude zu, die das Bild links und rechts der Straße einrahmen.

Fun Fact: Durch den unteren Bogen der Brücke kann man bei klarem Wetter das Empire State Building sehen!

New York Dumbo Brooklyn Es war einmal in Amerika

Noch ein Stückchen weiter, am Ufer des East River, gibt es einen kleinen Park, von dem man eine großartige Aussicht auf die Brooklyn Bridge und Manhattan im Hintergrund hat. Oder hätte, wenn es nicht so regnen würde wie jetzt gerade.

New York Skyline from Dumbo Brooklyn

New York Skyline from Dumbo Brooklyn

Würde es nicht in Strömen regnen, könnte man es hier eine ganze Weile aushalten. Stattdessen überquere ich abermals die Brooklyn Bridge zu Fuß und steuere dahinter das East Village an. Kalt, durchgefroren und hungrig steht mir der Sinn nach einem New Yorker Klassiker: Katz´s Delicatessen.

Der Laden befindet sich auf der E Houston Street und verkauft angeblich seit 1888 belegte Sandwiches. Zahlreiche Berühmtheiten haben sich im Katz´s schon blicken lassen – die Wände sind voll mit Fotos von Stars. Trotz des kalten, regnerischen Wetters stehen die Menschen wie jeden Tag Schlange, um an ihr Sandwich zu kommen.

New York Katz Delicatessen

Ich erspare Dir jetzt ein Foto von meinem 22,45 USD teuren Pastrami Sandwich. Geh auf die Homepage von Katz´s Delicatessen, da siehst Du, wie diese riesigen Butterbrote aussehen. Was ich Dir versichern kann: das üppig vorhandene Fleisch ist so zart, dass es Dir im Mund zerschmilzt. Ein absoluter Traum! Ob es 20 EUR wert ist? Ich finde Ja. Und man braucht für den restlichen Tag auch nichts mehr zu essen, so satt macht Katz´s Pastrami Hot Sandwich.

What goes around comes around

Satt und zufrieden und schon wieder halb trocken suche ich die nächste U-Bahn Station und mache mich auf den Weg zurück ins Hostel an der Upper West Side. Die Fahrt dauert inkl. Umsteigen locker eine Stunde. Aber gerade beim Umsteigen erlebe ich, was New York ausmacht…
Meine Fahrkarte ist leer oder wird zumindest von der Schranke nicht erkannt, ich kann also nicht auf den Bahnsteig. In dem Moment kommen ein paar finster drein blickende Kerle die Treppe runter. Sie unterhalten sich auf Spanisch und zeigen auf mich. Einer kommt rüber und fragt mich, ob ich ein Problem habe. *schluck* Ja, meine Fahrkarte geht nicht. Er hält seine eigene Karte an den Automaten und meint, ich soll durchgehen und viel Spaß noch in New York.

Fazit: Es ist völlig egal, wer Du bist oder wie Du aussiehst. In dieser Stadt sind alle willkommen. Die meisten Einwohner sind Fremden gegenüber aufgeschlossen und hilfsbereit – ganz im Gegenteil zu dem Klischee, dass New Yorker angeblich unfreundlich, arrogant und beleidigend sein sollen. Wenn Du gut zu anderen bist, wird Dir das gleiche widerfahren! Das sind zumindest meine Erfahrungen. Gilt im übrigen auch nicht nur für New York, sondern für eigentlich überall auf der Welt. Das sollten wir uns alle stets zum Vorbild nehmen, finde ich.

New York im Nebel von der Brooklyn Bridge aus

Und so breche ich am nächsten Morgen, meinem letzten Morgen in New York City, mit meinem Travelbuddy Jeff auf. Er holt mich am Hostel ab und zusammen fahren wir mit U-Bahn und Uber zum LaGuardia Airport in Queens. Was bedeutet, dass ich während meiner 3 Tage in allen Stadtteilen New Yorks war, außer der Bronx. Die steht dann beim nächsten Besuch an, denn diese unglaubliche Stadt wird mich auf jeden Fall wiedersehen.

Ich möchte nämlich noch einige der Orte besuchen, die auch Kerstin auf ihrem Blog Fräulein K unterwegs empfiehlt. Ihre tollen Fotos schüren jedenfalls die Sehnsucht nach New York City, oder?

Info
Inklusive Ankunftstag und Abreisetag hat mich New York ca. 120 USD gekostet. Flug, Hostel und Souvenirs nicht mitgerechnet.

Weitere Städtereisen von mir findest Du hier:

Wenn Du dich für Panama, Guatemala oder Mexiko interessierst, solltest Du unbedingt wieder rein schauen. Oder mich bei Facebook abonnieren, dann verpasst Du nichts mehr. Es wird auf jeden Fall eine interessante, erlebnisreiche Abenteuer-Rundreise durch Mittelamerika!!

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