Oh, wie schön ist Panama. So beginnen viele Blog Artikel über das vielfältige Land in Mittelamerika. Ein Land der Gegensätze wird einem angepriesen. Voller Geschichte, Kultur, Natur und Faszination. Tja, von all dem habe ich nur wenig zu berichten. Vier ganze Tage bin ich in Panama City und werde leider so gut wie nichts sehen.

Warum? Weil ich auf der Suche nach Arbeit bin. Ich will in meinem Panama Urlaub auf dem Panama Kanal als Line Handler arbeiten. Was das bedeutet und ob das überhaupt möglich ist, davon berichte ich Dir heute.

Flashback & Reiseroute durch Mittelamerika

Vielleicht hast Du meinen Bericht über New York City gelesen? Falls nicht, kannst Du das ja gerne noch nachholen. New York war für mich der Ausgangspunkt zu einer Rundreise durch Mittelamerika. Ich wollte schon lange unbedingt mal die Vulkane in Guatemala und die Ruinen der Mayas und Azteken in Mexiko sehen. Mit meinem Travelbuddy Jeff, der in New York wohnt, bin ich zusammen in diese abenteuerliche Tour gestartet und unser Plan sieht wie folgt aus:

  • Flug von NY nach Panama City
  • Arbeit als Line Handler finden
  • Flug von Panama City nach Guatemala City
  • Guatemala erkunden
  • Mexiko erkunden
  • Heimflug von Cancún, Mexiko

Reiseroute Mittelamerika Tour Map

Turbulente Anreise nach Panama City

Wir haben den Flug New York LaGuardia -> Fort Lauderdale -> Panama City gebucht und dafür recht stolze 208 EUR bezahlt. Und das bei der Billigairline Spirit. Das soll inkl. Umsteigezeit 10:40 Stunden dauern. Allerdings verzögert sich der Abflug nach Fort Lauderdale um 4 Stunden!! Bei der Ankunft in Florida wird es hektisch, denn die Umsteigezeit ins nächste Flugzeug beträgt jetzt nur noch wenige Minuten. Die Flugbegleiter bitten alle Passagiere, die nicht den Anschlussflug nach Panama bekommen müssen, sitzen zu bleiben, damit wir zuerst aussteigen können.
Und, was glaubst Du, hält sich da jemand dran? Natürlich nicht. Alle stehen sofort auf und einer hat sogar die Nerven zu sagen “Look, now everyone´s pretending to go to Panama”. Ziemlich rücksichtslos und mit viel Ellenbogen drücke ich mich durch den Gang bis zur Flugzeugtüre und ernte so einiges an Hass und Kommentaren. Ist mir natürlich egal.

Wir laufen zur nächsten Infotafel und suchen das Gate raus, an dem unser Anschlussflug starten soll. Natürlich ist es am anderen Ende des Flughafens – ist klar, oder? Im Vollsprint rennen wir einmal durch den gesamten Flughafen. Dazu muss ich noch erwähnen, dass Jeff nur Handgepäck dabei hat. Aber dafür eine Tasche, die die Grenzen des Erlaubten ordentlich ausreizt. Mit dem Ding durch den Flughafen zu rennen ist kein Vergnügen. Nicht dass es ohne schwere Tasche spaßiger wäre, zu seinem Anschlussflug zu rennen.

Die anderen Passagiere, die auch nach Panama City wollen, bleiben immer weiter hinter uns zurück. Als wir das Gate erreichen und von den Flugbegleitern durchgewunken werden, wird direkt hinter uns die Flugzeugtüre geschlossen. Wir sind die einzigen, die den Anschlussflug geschafft haben!
Aber was erst noch Grund zur Freude ist, entwickelt sich am Gepäckband in Panama City zum Albtraum: Mein Trolley hat den Flugzeugwechsel natürlich nicht geschafft. Zuerst hoffe ich noch, dass er auf wundersame Weise doch erscheint, aber als dann die Flugbegleiter auftauchen und Formulare dabei haben, ist klar, dass er noch in Fort Lauderdale steht.

Das Personal von Spirit Airlines ist sehr freundlich und versichert mir, dass der Koffer mit dem nächsten Flieger hergebracht wird. Es gibt halt nur eine Verbindung pro Tag. Und dann muss ich natürlich auch noch erklären, dass mein Trolley schwarz ist – was die Suche danach natürlich nicht gerade erleichtert. Zum Glück ist er schon halb voll mit Aufnähern, was ihn ziemlich unverwechselbar macht:

Eagle Creek Weltreise Trolley

Unterkunft #1 in Panama City

Etwas enttäuscht nehmen wir uns ein Taxi zu unserem schon vorab reservierten Hotel. Es ist etwa 2 Uhr Nachts Ortszeit, als wir am Radisson Hotel Panama Canal ankommen und ziemlich erledigt in die Betten fallen. Das Zimmer ist sehr groß und sauber, Badezimmer ist top. Auch das Frühstücksbuffet ist üppig und lecker, da braucht man kein Mittagessen mehr. Nicht so toll finde ich, dass kaum ein Mitarbeiter Englisch spricht, nicht mal an der Rezeption. Das wäre auch normalerweise kein Problem, schließlich sind wir in einem Land mit Spanisch als Hauptsprache. Aber jetzt gerade bräuchte ich deren Hilfe, um mit der Fluggesellschaft bzw. mit dem Flughafenpersonal zu kommunizieren.

Um das Hotel herum gibt es übrigens so gut wie nichts. Eine kleine Bar/Restaurant und ein paar hundert Meter weiter noch einen Yachtclub, wo sich abends immer die Bootsbesitzer aus der Nähe treffen. Ansonsten ist rund um´s Hotel viel Baustelle, es gibt nichts zu entdecken. Zum Einkaufen muss man mit dem Taxi in die nächste Mall fahren, die etwa 15 Minuten entfernt ist. Aber man hat vom Pool eine schöne Aussicht auf den Panamakanal und auf die “Bridge of the Americas”.

Adresse: Avenida Amador, Panama City // Preis Zimmer/Nacht: 85 EUR (Stand 2018)

Hotelpool Radisson Panama Canal

Während des Frühstücks schicke ich eine Mail an den Info Kontakt der Airline, nenne die Nummer des Formulars, das ich gestern am Flughafen ausgefüllt habe, und gebe nochmals die Adresse des Hotels an. Ich weise extra darauf hin, dass wir morgen abreisen und in ein anderes Hotel umziehen werden. Kurz darauf bekomme ich die Antwort, ich solle mir keine Sorgen machen, der Koffer käme heute Nacht mit dem nächsten Flieger und würde morgen früh zum Hotel gebracht.
Spoiler: Er wird nicht kommen.

Arbeiten als Line Handler auf dem Panama Kanal

Es gibt natürlich einen Grund, weshalb wir hier in Panama sind. Mein Kumpel Jeff will unbedingt den Panamakanal sehen. Er hat sich in den Kopf gesetzt, nicht wie alle anderen Touristen eine Fahrt mit dem Boot zu machen und evtl. noch separat die Miraflores Schleusen zu besuchen. Nein, wir sollen als Line Handler – Hilfskräfte – auf einem Privatboot anheuern, welches den Panama Kanal durchqueren will.
Anscheinend sieht nämlich das Gesetz vor, dass auf einem Boot während der Durchquerung des Kanals mindestens 4 Personen an Bord sein müssen. Wohl um beim Vertauen des Boots mit den Leinen zu helfen. Daher auch der Name Line Handler. In der Realität sieht es aber so aus, dass die meisten Besitzer kleiner Boote zu zweit unterwegs sind und sich von der Verwaltung des Kanals 2 Angestellte “mieten” müssen für die Durchquerung. Die Leinen können die Besitzer normalerweise alleine bedienen, daher sitzen die beiden Line Handler nur an Bord und werden für´s Nichtstun bezahlt – und zwar extrem gut für Panama Verhältnisse!

Aus diesem Grund hat sich eine Art Community gebildet. In einer Excel Liste können sich Bootsbesitzer und willige Line Handler eintragen, zu welchen Zeiten sie am Panama Kanal sein werden. Die privaten Line Handler bekommen 1-2 Übernachtungen an Bord und die Verpflegung gestellt. Und müssen nichts weiter tun, als anwesend zu sein. Das ist für die Bootsbesitzer VIEL günstiger, als die Offiziellen zu engagieren. Und sie haben Leute an Bord, die sich für außergewöhnliche Reisen interessieren und mindestens Englisch sprechen. Als Line Handler bekommt man wie gesagt alles gestellt und hat im Idealfall eine viel spannendere Durchquerung des Kanals als mit den Touristenbooten. Und man hat mal in seinem Leben auf dem Panamakanal gearbeitet!

Soweit die Theorie. Jeff und ich haben uns natürlich im Vorfeld in diese Liste eingetragen und hatten sogar schon Kontakt zu einem Kapitän aus Deutschland. Aber wir verpassen dessen Termin um drei Tage. Deswegen ziehen wir nach dem Frühstück los und versuchen in den vielen kleinen Marinas der Halbinsel Amador, auf der unser Hotel steht, jemanden zu finden, der jemanden kennt, der jemanden kennt …
Wir fahren auch mit dem Taxi raus nach Bahía de Panamá und klappern dort die Buchten und Häfen zu Fuß ab. Nach ein paar Stunden haben wir allerdings nicht mehr als einen Sonnenbrand vorzuweisen.

Panama City Skyline

Vor dem Abendessen im TGI Fridays gehen wir im Balboa Yacht Club in der Nähe des Hotels noch was trinken und unterhalten uns dort mit den Besitzern einiger Boote. Die meisten sind Rentner und kommen aus allen Ecken der Welt, sprechen also alle Englisch. Sie nehmen uns etwas Hoffnung, noch eine Arbeit auf dem Kanal zu finden, indem sie feststellen, dass im Moment (Anfang April) nur wenige Privatpersonen durch den Panama Kanal fahren – was übrigens sehr ungewöhnlich ist. Einige bieten aber an, sich für uns umzuhören, was ich sehr nett finde.

Am nächsten Morgen teilen wir uns auf. Jeff fährt nochmal raus nach Bahía de Panamá zur Playita Amador, um sich an ein öffentliches Funkgerät zu hängen, über das die Boote jeden Morgen um 8 Uhr miteinander kommunizieren (Kanal 74). Ich fahre in die Albrook Mall, um für Jeff ein Ladekabel zu kaufen und für mich Aftersun gegen meinen Sonnenbrand. Und eine Zahnbürste, weil meine ja zusammen mit meiner Sonnencreme noch in Florida steht. Gegen Mittag treffen wir uns wieder im Hotel. Jeff hatte kein Glück – wir bekommen keinen Job als Line Handler und werden somit auch nicht auf dem Panama Kanal arbeiten.

Meine Tipps um auf dem Panama Kanal zu arbeiten

Jetzt hat es für uns nicht geklappt mit der Arbeit als Line Handler auf dem Panama Kanal. Aber wir haben viele Infos gesammelt, die Dir vielleicht helfen können, wenn Du Interesse haben solltest.

Im Vorfeld online:

Vor Ort:

  • Immer das T-Shirt tragen, am besten Texte auf Englisch und Spanisch
  • Bahía de Panamá abklappern, alle Marinas und Buchten, Leute fragen
  • Shelter Bay Marina in Colón abklappern + Nachricht am schwarzen Brett
  • Aushang am schwarzen Brett des Balboa Yacht Club anbringen

Schwarzes Brett Info Bord Balboa Yacht Club

Allgemeine Panama Infos

Panama wird auch Die Verbindung der Kontinente Nordamerika und Südamerika genannt. Auf Englisch “Crossroads of the Americas”. Tatsächlich treffen hier viele Welten aufeinander. Der Artenreichtum ist groß, Pflanzen und Tiere beider Kontinente haben sich in Panamas Bergen, Gewässern und Urwäldern angesiedelt. Auch der weltweite Handel kommt hier zusammen, denn durch den Panama Kanal wird der Pazifik mit dem Atlantik verbunden. Das bedeutet, dass hier fast alle Frachtschiffe durch müssen. Zudem deckten die Panama Papers auf, dass das Land für viele Menschen ein wahres Steuerparadies ist, wo sich Geldgeschäfte tätigen und verschleiern ließen.

Von weißen Sandstränden über tropische Regenwälder bis hin zum Hochland mit dem höchsten Berg, Volcán Barú mit 3477 Metern, hat Panama einiges zu bieten. Besonders beliebt bei Backpackern ist die karibische Küste im Norden, zu der die Inselgruppe Bocas del Toro und weiter östlich die San Blas Inseln gehören. Den besonderen Reiz des Landes macht dann natürlich noch die Bevölkerung aus, die auf eine reichhaltige, indigene Kultur zurück blicken kann.

Die rund 3,4 Millionen Einwohner Panamas haben theoretisch eine eigene Währung, den Balboa. Tatsächlich wird aber fast ausschließlich der US Dollar benutzt, der genau gleich viel wert ist. Ein Visum wird zur Einreise nach Panama nicht benötigt, es sei denn Du willst länger als 180 Tage bleiben. Man muss aber ein Rückflugticket vorzeigen können.

Panama City Sign Bahía de Panamá

Unterkunft #2 in Panama City

Tja, das mit dem Arbeiten auf dem Panama Kanal hat leider nicht geklappt. Wir hatten extra das Hotel in Amador gebucht, weil dort viele Marinas und Yachtclubs sind. Und der Weg zur Bahía de Panamá besonders kurz ist. In dieser Gegend hätte man die besten Chancen, eine Arbeit als Line Handler zu bekommen. Aber wir hatten kein Glück. Jetzt haben wir noch zwei Tage in Panama City und wollen uns die Sehenswürdigkeiten angucken. Zuerst müssen wir aber das Hotel wechseln, denn das Radisson ist schon sehr teuer und zudem sehr weit weg von der Innenstadt.

Ich hinterlasse an der Rezeption noch die Adresse des neuen Hotels – für den Fall, dass jemand meinen Trolley bringen sollte. Dann machen wir uns im Taxi auf den Weg in die Innenstadt von Panama City. Unser Hotel ist das Eurohotel, was zugegeben am Rande der Innenstadt liegt. Es ist um einiges ranziger als das Radisson, niemand spricht auch nur ein Wort englisch, aber ein kleines Zimmer mit Klimaanlage und Bad kostet halt auch nur 16 EUR pro Person. Das Frühstück wird aus der Karte bestellt und schmeckt sehr gut.

Adresse: Via España 33, Panama City // Preis Zimmer/Nacht: 32 EUR (Stand 2018)

Sehenswürdigkeiten in Panama City

Mit Händen und Füssen mache ich den Damen an der Rezeption klar, dass ich meinen Koffer irgendwann heute oder morgen erwarte und sie ihn bitte entgegen nehmen sollen, wenn ich nicht da bin. Als das (hoffentlich) geklärt ist, mache ich mich auf, etwas die Innenstadt von Panama City zu erkunden. Jeff muss sich mit seinem Laptop in ein Café setzen und arbeiten, ich kann also machen, was ich will.

Im Vorfeld habe ich ein bisschen im Internet geguckt, was man sich so ansehen kann in der Stadt. Aber jetzt zur Mittagszeit bei 30 Grad denke ich nicht daran, in mein Handy zu gucken, wo die Panama City Sehenswürdigkeiten gespeichert sind. Ich laufe einfach planlos drauf los und lasse mich durch die Straßen treiben. Oft kommen mir freundlich lächelnde Menschen entgegen und ich wünschte, ich könnte mehr erwidern als “Buenas”.

Nachdem ich eine Weile durch die Gegend mit den Wolkenkratzern gelaufen bin – denn diese spenden wertvollen Schatten – zieht es mich automatisch ans Meer. Ich folge dem Gehweg an der Uferpromenade wahllos in eine der beiden Richtungen und stoße kurz darauf auf die Statue von Vasco Núñez de Balboa.

Panama City Vasco Núñez de Balboa Statue

Núñez de Balboa war im Jahre 1513 der erste Europäer, der den Pazifischen Ozean vom amerikanischen Festland aus erblickte. Und zwar im Süden Panamas. Er war außerdem Konquistador und Gouverneur der Region Darién. Im Wikipedia Artikel wird beschrieben, dass er mit seiner Mannschaft, und vor allem mit der indigenen Bevölkerung, nicht gerade zimperlich umging. Nach Balboa sind trotzdem die Währung Panamas, viele Straßen und öffentliche Plätze, sowie einige Produkte benannt. Zum Beispiel das Bier, das wir hier sehr zu schätzen gelernt haben ;)

Im kleinen Lokal Los Gemelos in der Avenida Justo Arosemena, zwischen Calle 40 und Calle 41, kehre ich ein, um etwas zu futtern. Die netten Damen an der Theke reden auf mich ein und ich habe den Verdacht, dass ich etwas bestellen soll. Ich deute also auf alles, was mir in der Auslage essbar aussieht und nicke bei der Frage “Arroz?” – Ja, bitte mit Reis. Kurz darauf wird mir ein riesiger Teller mit Hühnchen, Fleisch, Gemüse und Reis serviert: Genial lecker!! Alles zusammen, inkl. einer kleinen Flasche Cola, kostet mich 6,60 USD.

Danach gehe ich satt und zufrieden ins Hotel zurück. Mein Gepäck ist natürlich immer noch nicht da, aber dafür Jeff. Wir buchen für morgen eine Bootstour für Touristen auf dem Panama Kanal. Ich schreibe auch nochmal mehrere Emails an Spirit Airlines und beschwere mich so langsam auch. Wir sind nur noch zwei Nächte in diesem Hotel und fliegen dann nach Guatemala – ich brauche also so langsam meinen Trolley. Und auch mal frische, eigene Klamotten anziehen wäre toll.
Als die Sonne untergeht, ziehen wir zusammen durch einige Bars in der Gegend. Abends ist es angenehm warm und nicht mehr so drückend heiß wie tagsüber. Wir begegnen auch fast nur Einheimischen. Aber niemand spricht englisch, daher sind die Unterhaltungen beschränkt auf meine paar Brocken spanisch und viel Pantomime. Allerdings gehört das zum Reisen dazu und ist irgendwie auch Teil der Erfahrungen, die man so mitnimmt.

Hier einige Panama City Sehenswürdigkeiten, die ich gerne gesehen hätte:

  • Bridge of the Americas aus der Nähe
  • Biomuseo (nur dran vorbei gefahren)
  • Miraflores Schleuse Besucherzentrum
  • Altstadt Casco Viejo
  • Hausberg Cerro Ancon

Auf ihrem Blog Triff die Welt hat Marie viele gute Tipps zu Panama, schau dort mal rein!

Reisetipp
2019 wird Panama City 500 Jahre alt – Große Feier am 15. August !!

Der Panamakanal

Wir buchen die Panama Canal Full Transit Tour von Panama Marine Adventures. Sie dauert 10-12 Stunden und kostet stolze 150 USD (131 EUR). Ziemlich krass, wenn man bedenkt, dass wir dieselbe Strecke gratis zurücklegen wollten.

Um 10:30 Uhr sind wir an der Flamenco Marina auf der Bahía de Panamá, die wir ja inzwischen gut kennen. Ich habe sogar frische Sachen an, denn mein Koffer kam heute morgen endlich! Die Tour startet aber nicht um 10:30 Uhr, da ist nur Anmeldung und Bezahlen. Wir würden in etwa einer Stunde mit dem Bus zum Boot gebracht.
Sehr clever vom Veranstalter, denn so geben alle Gäste natürlich nochmal Geld in den Geschäften der Marina aus, während sie warten. Ich schlendere ein bisschen durch die paar Läden, finde aber nichts brauchbares, außer diesem kleinen Kerl hier:

Gecko in Flamenco Marina Bahía de Panamá

Die “Pacific Queen”, wie das Boot heißt, wartet auf uns in Colón. Die Fahrt dorthin dauert 45 Minuten. An Bord sind dann auch fast nur alte Leute, die meisten Amerikaner. Und die setzen sich natürlich alle auf´s oberste Deck in die pralle Sonne, um auch ja nichts zu verpassen. Soll mir aber recht sein, denn unter Deck ist es angenehm klimatisiert.

Es gibt zwischendurch immer mal Snacks, und Getränke kann man sich die ganze Zeit über nachfüllen lassen. Mittags gibt es ein einfaches Buffet, zu dem natürlich alle strategisch organisiert erscheinen: Die Paare haben sich aufgeteilt, einer geht immer essen, der/die andere bewacht die Plätze oben an Deck. Natürlich wird sich über die Qualität des Essens beschwert und dass es draußen ja unerträglich heiß wäre. Das Übliche halt, wenn man an so einer Tour teilnimmt.

Panama Kanal Tour

Insgesamt finde ich die Tour ehrlich gesagt nichts besonderes. Auch die Schleusen des Panama Kanals sind einfach nur sehr große Schleusen. “Kennste eine, kennste alle” kann ich da nur sagen.
Aber der Kanal selbst ist natürlich extrem beeindruckend. 1914 wurde er eröffnet, an dem Tag als Deutschland Frankreich den Krieg erklärte. Die Kosten betrugen bis 1914 etwa 350 Mio. USD und die Erweiterung von 2007-2016 wurde auf 8 Mrd. USD geschätzt. 28.000 Menschen verloren beim Bau des Panama Kanals ihr Leben!

Der Panamakanal wurde zudem in die Liste der Architektonischen Weltwunder der Moderne aufgenommen. Was auch immer das wert sein soll. Weitere Bauwerke dieser Liste sind zB:

Panama Kanal Tour Bridge of the Americas

Panama Kanal Tour Miraflores Schleuse

Panama Kanal Tour Miraflores Schleuse

Panama Kanal Tour Miraflores Schleuse

Panama Kanal Tour Miraflores Schleuse

Panama Kanal Tour Miraflores Schleuse

Gegen 22 Uhr sind wir wieder im Hotel und fallen auch ziemlich schnell in die Betten. Am nächsten Morgen packen wir unsere Taschen, nehmen ein Taxi zum Flughafen Tocumen und fliegen nach Guatemala, wo dann endlich der Teil der Reise beginnt, auf den ich mich am meisten bei der Planung gefreut habe: Die Natur Mittelamerikas entdecken und durch uralte Maya Ruinen spazieren.

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